Die meisten Menschen denken beim Stichwort Kaminofen natürlich zunächst an prasselndes Feuer, das Romantik ins Haus holt - doch moderne Geräte bieten viel mehr als das. Sie sind zwar an der Vorderseite geschlossen, können dadurch aber effizient die Heizung entlasten und langfristig für eine hohes Kostenersparnis sorgen. Bei der Auswahl des richtigen Ofens gilt es jedoch einiges zu beachten, darüber hinaus müssen häufig auch einige bauliche Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Welche Voraussetzungen sind für den Kauf eines Kaminofens erforderlich?

Je nach Bundesland und Kommune gibt es bezüglich des Einbaus von Kaminofen spezielle Vorschriften, die es zu beachten gilt. Hierzu kann der örtliche Schornsteinfeger genauere Informationen erteilen - oder aber, man fragt direkt bei der Gemeindeverwaltung nach. Die baulichen Voraussetzungen eines Kaminofen sind allerdings in der Regel immer gleich: So muss der innere Durchmesser des Kaminofen-Schornsteins dieselbe Größe aufweisen wie die Rauchrohre. Auch ist es erforderlich, einen Sicherheitsabstand zwischen dem Ofen und anderen Objekten in der direkten Umgebung einzuhalten. Diese sind wie folgt: Zu Metallteilen 20 cm, zum Feuerraum mindestens 80 cm. Sollte sich der Kaminofen nicht auf Fliesen oder Stein befinden, dann muss zudem eine feuerfeste Bodenplatte unter dem Kaminofen verlegt werden.

Woran erkennt man einen hochwertigen Kaminofen?

Kaminöfen sind heutzutage in nahezu jeder Preislage erhältlich - wünscht man sich aber, lange Freude an seinem Ofen zu haben, ist eine hochwertige Verarbeitung Pflicht. Grundsätzlich sollte der Ofen der gängigen DIN EN 13240-Norm entsprechen und mit dem CE-Zeichen versehen sein. Auch ist es wichtig, dass der Ofen möglichst stabil verarbeitet ist. Idealerweise besteht der Boden des Feuerraums aus beständigem Gusseisen, während die Feuerraumtür möglichst dick und widerstandsfähig ist. Das Keramikglas sollte sich möglichst sicher im Rahmen befinden und auch der Griff sollte während des Betriebs nicht heiß werden. Im besten Fall ist der Feuerraum mit dem natürlichen Mineralstoff Vermiculit ausgestattet, welches für eine ideale Verbrennung sorgt. Es bietet zudem eine hervorragende Isolierung, verhindert übermäßige Rußbildung und verringert zudem unnötige Emissionen, die die Umwelt belasten.

Auf Funktionalität kommt es besonders an

Neben der Qualität kommt es bei der Auswahl eines Kaminofens auch auf Funktionalität an. Gut verarbeitete Kaminöfen zeichnen sich in der Regel über hervorragende Brenneigenschaften aus und lassen sich einfach bedienen. Möchte man kein Risiko eingehen, kann man schon beim Kauf ein paar Funktionen vor Ort testen. Weiterhin sollte die richtige Größe gewählt werden: Ist der Kaminofen zu groß, wird ein kleines Wohnzimmer schnell zu warm. Daher sollte man sich vor dem Kauf beim Fachmann beraten lassen, welche Größe für die eigene Wohnfläche die richtige ist. Die Effizienz und der Brennstoffverbrauch spielen ebenfalls eine nicht unwichtige Rolle - diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem Wirkungsgrad, dessen Wert nicht weniger als 73 Grad betragen sollte. Je höher diese Zahl ist, desto besser. Für den Verbrennungsvorgang im Ofen ist stets eine ausreichende Sauerstoffzufuhr erforderlich. Diese bezieht der Kaminofen aus der Raumluft. Wenn ein Haus gut isoliert ist, kann es hier ein Problem werden, dass der Ofen nicht genug frische Luft erhält. Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass der Kaminofen in gut isolierten Gebäuden mit einem externen Luftanschluss ausgestattet wird.

Der Schornsteinfeger kann eine fachkundige Beratung bieten

Sicherlich kommt es bei der Auswahl eines Kaminofens auf den eigenen Geschmack an, doch noch wichtiger ist es, dass der Ofen ins eigene Haus passt. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, vor dem Kauf Rücksprache mit dem örtlichen Schornsteinfeger zu halten. Dieser kann empfehlen, welche Modelle sich gut für den Wohnraum eignen und welche Größe die richtige ist. Denn natürlich kann die große Auswahl auf dem Markt auch schnell zu einem Fehlkauf führen. Übrigens: Auch eine nachträgliche Installation eines Kaminofens ist in der Regel kein Problem. Hierfür muss allerdings ein Edelstahlrohr an der Außenfassade befestigt werden. Zudem wird das Abgasrohr mit dem Schornstein von außen verbunden. Hier ist es die Hauptaufgabe des Schornsteinfegers, den Kamin nach dem Einbau abzunehmen und dafür Sorge zu tragen, dass alles seine Richtigkeit hat.

Weitere Fragen rund um den Kauf eines Kaminofens werden auf Kamdi24 beantwortet.

Auswahl des Kaminofens - Darauf sollten Sie achten

Christin Matz

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