Fassade

Fassade

Die Fassade schützt das Haus ganzjährig gegen Witterungseinflüsse und Wärmeverluste. Zusätzlich ist sie optisch für jeden sichtbar.

Sind Schäden wie sichtbare Risse oder aufsteigende Feuchtigkeit an der Fassade zu erkennen ist eine ausführliche Sanierung in der Regel unausweichlich. Der erste Schritt sollte dabei eine umfassende Untersuchung des Bestands sein, um Schäden frühzeitig zu erkennen und den Ursachen entgegenwirken zu können.

Welche Sanierungsmöglichkeiten gibt es an der Fassade

Ist eine Modernisierung der Fassade geplant sollte auch ein möglicher Wärmeschutz in Betracht gezogen werden. Gerüst, Putz, Farbe und Handwerker zählen dabei zu den so genannten „Sowieso-Kosten“. Die energetische Ertüchtigung ist häufig mit überschaubaren Mehrkosten verbunden. Geringere Energieverluste, gesunkene Heizkosten und eine Wertsteigerung der Immobilie zählen dagegen zu deutlichen Vorteilen. Übliche Methoden dabei sind Wärmedämmverbundsystem, Vorhangfassade und Innendämmung.

Sanierung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Wärmedämmverbundsysteme sind die am weitesten verbreitete Sanierungslösung für Fassaden und bestehen vom Putz, über Dämmmaterialien bis hin zu Kleber oder Dübel aus aufeinander abgestimmten Komponenten. Die Dämmung reduziert wirksam Wärmeverluste und ein feuchtigkeitsregulierender Putz verhindert grün werdende Fassaden und schützt aktiv vor wechselnden Witterungseinflüssen wie Sonne, Regen, Wind oder Hagel. Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus einer Dämmschicht, die je nach Zustand der Fassade geklebt, gedübelt oder mit einem Schienensystem an der Außenwand befestigt und verputzt wird. Die Wahl des richtigen Systems ist dabei vom bestehenden Gebäude sowie dem gewünschten energetischen Ziel abhängig und sollte in einer fachlichen Beratung erörtert werden.

Sanierung mit Vorhangfassade

Vorhangfassaden sind eine besondere Form der Fassadensanierung. Sie sind vergleichsweise kostenintensiv, bieten aber auf Grund ihres Aufbaus eine hohe Langlebigkeit. Zusätzlich ermöglicht die Konstruktion der Vorhangfassaden viel Freiheit bei der Gestaltung der Gebäudehülle. Die Möglichkeiten reichen dabei zum Beispiel von Holz über Kunststoff- bis hin zu Natursteinelementen. Für die Montage wird eine Unterkonstruktion auf der bestehenden Außenwand installiert. Die Dämmschicht wird auf der Wand aufgebracht und zum Schutz mit Holzfaserplatten abgedeckt. Nach außen erfolgt die Verkleidung mit Fassadenelementen aus zum Beispiel Holz-, Kunststoff- oder Natursteinelementen.

Sanierung mit Innendämmung

Ein Sonderfall der Fassadendämmung ist die Innendämmung, die vor allem da eingesetzt wird, wo eine Außendämmung auf Grund von Denkmalschutz nicht möglich ist. Sie mindert die Wärmespeicherfähigkeit der Außenwände, wodurch sich die Räume bei unterbrochenem Heizbetrieb schnell abkühlen. Weiterhin kann eine Innendämmung nicht ohne Wärmebrücken installiert werden. Sie kann schritt für schritt raumweise angebracht werden und ist eine Kostengünstige Lösung. Generell ist eine Innendämmung nur da zu empfehlen, wo eine Außendämmung nicht möglich ist.

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