Warum ist Hitzeschutz am Fenster wichtig?

Klettern die Temperaturen in den eigenen vier Wänden unaufhörlich nach oben, wird jede Aufgabe zu einer echten Herausforderung. Aber nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht stören die überhitzten Räume unsere Behaglichkeit. Denn dann klagen viele Verbraucher über Probleme beim Schlafen, die nicht selten auch zu einer verminderten Konzentrationsfähigkeit am folgenden Tag führen. Abhilfe schafft hier zum Beispiel eine Klimaanlage für die Wohnung, die das Haus oder einzelne Zimmer kühlen kann. Der Nachteil: Die Anlagen machen Lärm und verbrauchen viel Strom.

Der richtige Hitzeschutz am Fassadenenster oder Dachfenster kann den Energiebedarf zum kühlen minimieren oder teure Anlage gleich ganz überflüssig machen.

Welche Arten zum Hitzeschutz am Fenster gibt es?

Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, um den Hitzeschutz am Fenster zu gewährleisten. Das sind zum Beispiel:

  • inneliegende Jalousien und Vorhänge
  • drehbare Lamellen auf der Außenseite der Fenster
  • Außenrollläden oder Markisen

Jalousien und Vorhängen von innen

Mit Jalousien und Vorhängen lässt sich der Hitzeschutz am Fenster auf einfache Art und Weise verbessern. Denn die nötigen Materialien sind günstig und schnell selbst angebracht. Möchten Hausbesitzer die Sonne mit einer inneliegenden Einrichtung zur Verschattung aussperren, sollten sie sich vor allem für helle und wenig durchlässige Stoffe entscheiden. Diese können den Energieeintrag um bis zu 25 Prozent reduzieren. Schlechtere Werte erreichen dagegen dunkle oder transparente Materialien. Denn mit diesen gelangen immer noch 90 Prozent der Strahlungsenergie in die eigenen vier Wände.

Hitzeschutz am Fenster durch Lamellen

Geht es darum, möglichst wenig Wärme, dafür aber ausreichend Licht nach innen zu lassen, bieten außenliegende Lamellen eine gute Möglichkeit. Diese sind vor dem Fenster zu installieren und können starr oder drehbar sein. Im Gegensatz zu inneliegenden Jalousien sind die Verschattungseinrichtungen allerdings Wind und Wetter ausgesetzt. Sie müssen daher besonders robust sein und benötigen eine regelmäßige Reinigung und Pflege. Feste oder drehbare Lamellen können den Energieeintrag der Sonne um bis zu 75 Prozent reduzieren und wirken so besonders gut als Hitzeschutz am Fenster.

Außenrollläden und Markisen von außen

Außenrollläden und Markisen sorgen neben dem Hitzeschutz am Fenster auch für zahlreiche andere Vorteile. So schützen Rollläden vor Einbrechern und zu hohen Heizkosten im Winter. Markisen können dagegen den Regen von Terrasse oder Balkon (Balkongeländer) fernhalten. Geht es darum, weniger Solarenergie durch die Fenster zu lassen, erreichen die Bauteile jedoch ganz unterschiedliche Werte. Denn während eine Markise den Energieeintrag um rund 50 Prozent reduzieren kann, schafft ein geschlossenes Rollo sogar 70 Prozent.

Was kostet der Hitzeschutz am Fenster?

Die Kosten der vorgestellten Maßnahmen können ganz unterschiedlich ausfallen. Während es einfach Jalousien oder Vorhänge für den Innenbereich schon ab 10 Euro pro Fenster gibt, kosten außenliegende Rollläden, die sich zum Beispiel als Vorsatzrolllos einfach nachrüsten lassen, mehr als 50 Euro. Wirksame Außenjalousien oder Markisen schlagen hingegen mit mehr als 200 Euro zu Buche.

Übrigens:  Da Außenrollläden neben dem Hitzeschutz am Fenster auch für Sicherheit vor Einbrechern sorgen, gibt es Fördermöglichkeiten vom Staat. Über das Programm 455 der Kreditbank für Wiederaufbau bekommen Haus- und Wohnungsbesitzer dabei hohe Zuschüsse. So gibt es 20 Prozent für die ersten 1.000 Euro und 10 Prozent für die übrigen förderfähigen Kosten, wenn die Bauteile die Widerstandsklasse RC2 der DIN EN 1627 einhalten.

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