Förderung der Lüftung von der KfW

Fördermittel für die kontrollierte Wohnraumlüftung gibt es unter anderem von der Kreditbank für Wiederaufbau. Zur Auswahl stehen dabei zinsgünstige Darlehen über das KfW Programm 152 oder einmalige Zuschüsse über das Programm 430.

Interessieren sich Hausbesitzer für ein Darlehen zur Förderung der Lüftung, bekommen sie 100 Prozent der anfallenden Kosten vor dem Beginn der Maßnahme ausgezahlt. Das Besondere daran ist der Tilgungszuschuss, der die zurückzuzahlende Summe reduziert. Denn dieser liegt aktuell bei 7,5 Prozent und ist auf 3.750 Euro pro Wohneinheit gedeckelt.

Eine Alternative zur Förderung der Lüftung sind einmalige Zuschüsse der KfW. Hier bekommen Hausbesitzer 10 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet, nachdem das Bauprojekt abgeschlossen ist. Mehr als 5.000 Euro pro Wohneinheit gibt es jedoch nicht.

Bessere Konditionen gibt es für die Sanierung mit Lüftungspaket. Während der Tilgungszuschuss dabei auf 12,5 Prozent (maximal 12.500 Euro pro Wohneinheit) steigt, gibt es in der Zuschussvariante dabei sogar 15 Prozent der Kosten erstattet (maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit). Voraussetzung ist, dass Verbraucher neben dem Einbau der Lüftungsanlage auch mindestens eine Dämmmaßnahme an ihrem Haus durchführen.

Voraussetzungen für die Förderung der Lüftung

Damit Hausbesitzer von den KfW-Programmen profitieren, muss der Bauantrag/ die Bauanzeige für ihr Haus schon vor dem 01.02.2002 gestellt wurden sein. Außerdem muss das Haus besonders dicht sein. Das ist nötig, damit die Lüftungsanlage effizient arbeitet, und muss mit einem Blower-Door-Test nachgewiesen werden. Darüber hinaus müssen die Lüftungsanlagen stromsparend arbeiten und möglichst viel der Energie der verbrauchten Abluft zurückgewinnen können.

Die Förderung der Lüftung gibt es dabei generell für:

• bedarfsgerecht geregelte zentrale Abluftsysteme
• zentrale, dezentrale oder raumweise arbeitende Lüftungsanlagen
• Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Luftwärmepumpe

Die anrechenbaren Kosten erstrecken sich dabei über zahlreiche Maßnahmen. Beispiele dafür sind:

• die Lüftungsanlage und Ihre Montage
• Wand- und Durchbrucharbeiten sowie Luftdurchlässe und Außen- und Fortluftdurchlässse
• Arbeiten an der Elektrik, zur Verkleidung oder am Raum für die Lüftungszentrale
• der Einbau und die Inbetriebnahme eines Erdwärmeübertragers
Blower-Door-Messung sowie Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
• der Einbau einer Luftheizung bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55

Die Förderung der Lüftung richtig beantragen

Geht es um die Beantragung der Förderung der Lüftung, müssen sich Hausbesitzer bei der Kreditvariante an eine Bank wenden. Interessieren sie sich stattdessen für einen Zuschuss, können Verbraucher diesen direkt über das Online-Portal der KfW beantragen. Wichtig ist, dass in jedem Fall ein Energieberater zurate gezogen wird und Hausbesitzer die Mittel bereits vor dem Beginn der Umbauarbeiten beantragen.

Während es einen Kredit für alle Sanierer gibt, bekommen den Zuschuss nur Käufer oder Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen.

Regionale Programme zur Förderung der Lüftung

Neben den staatlichen Mitteln der KfW bieten Kommunen oder Energieversorger oft auch eine regionale Förderung der Lüftung an. Eine Auskunft kann hier zum Beispiel ein Energieberater aus der eignen Region geben.

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