Das Klimapaket und die Bundesförderung für effiziente Gebäude

Um die mit der EU vereinbarten Klimaziele erreichen zu können, muss Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis 2030 drastisch reduzieren. Mit den aktuell vorhandenen staatlichen Instrumenten sei das allerdings nicht möglich. Aus diesem Grund entwickelte das Klimakabinett der Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen, die in Zukunft weitere CO2-Einsparungen herbeiführen sollen. Zu finden sind diese im kürzlich verabschiedeten Klimapaket, über das Bundesrat und Bundestag nun abstimmen.

Wärmewende ist wichtig für Klimaschutz und Energiewende

Mit einem CO2-Ausstoß von rund 120 Millionen Tonnen pro Jahr, verursacht der Gebäudebereich heute etwa 14 Prozent der gesamtdeutschen CO2-Emissionen. In alten Heizungen und ungedämmten sowie ineffizienten Bestandsgebäuden schlummern dabei große Potenziale. Das Besondere daran: Die Erschließung dieser Potenziale lohnt sich nicht nur für das Klima. Denn von Dämmmaßnahmen, dem Austausch alter Heizungsanlagen und der Einbindung erneuerbarer Energien profitieren auch Hausbesitzer. Die Maßnahmen senken den Energieverbrauch und sorgen somit auch für spürbar niedrigere Heizkosten.

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Das Ziel: Hausbesitzer von den Vorzügen der Sanierung überzeugen

Eine Sanierungsrate von unter einem Prozent zeigt: Viele Hausbesitzer kennen die Vorzüge der Sanierungsmaßnahmen noch nicht. Sie scheuen sich vor hohen Ausgaben und nehmen unnötig hohe Heizkosten in Kauf. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll das ändern. Denn das umfassende Förderangebot fasst mehrere Programme zu einem zusammen. Es bringt Licht in den Förderdschungel und vereinfacht die Antragstellung für Hausbesitzer. Kommen diese unkompliziert an hohe finanzielle Mittel, würden sie sich eher für eine energetische Sanierung entscheiden – so der Gedanke hinter der neuen Förderstrategie.

Wichtig zu wissen: Handfeste Informationen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind aktuell rar. Wir informieren an dieser Stelle fortwährend über Neuigkeiten zur geplanten Förderung.

Umfassendes Förderprogramm für zahlreiche Sanierungsmaßnehmen

Aber was ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eigentlich? Im Grunde handelt es sich dabei um ein neues Förderangebot, das die bisherigen Programme im Gebäudebereich (zum Beispiel das Programm 430 der KfW oder die BAFA-Förderung der Heizung) zusammenfasst. So soll es in Zukunft möglich sein, Gelder für Dämmarbeiten, für neue Heizsysteme und für die Einbindung erneuerbarer Energien mit nur einem Antrag zu bekommen.

Höhere Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude

Das modernisierte und inhaltlich optimierte Förderangebot macht das Beantragen von Darlehen und Zuschüssen aber nicht nur einfacher. Sanierer bekommen auch mehr Geld vom Staat. So sollen die Zuschüsse für Einzelmaßnahmen (Dämmung, Fenstertausch, neue Heizung) mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) um 10 Prozent steigen. Das Gleiche trifft auch auf Zuschüsse für umfassende Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus zu. Wer eine alte Heizung auf Basis fossiler Energien (Ölheizungen, Gasheizungen) austauscht, soll künftig sogar einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der anfallenden Kosten bekommen.

Neue Bundesförderung soll für weitere Antragsteller infrage kommen

Wer heute Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt, muss ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen. Alternativ gibt es die Mittel auch für Mitglieder von Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude ändert sich das. Denn dann sollen auch folgende Adressaten von den Fördermitteln profitieren können:

Adressaten der neuen Förderung
steuerbefreite Wohnungsgenossenschaften
Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvorträgen
Personen ohne oder mit geringer veranlagter Steuerschuld (zum Beispiel Rentner)
Vermieter sowie Eigentümer eigenbetrieblich genutzter Gebäude

Eine bessere Mittelausstattung soll außerdem dafür sorgen, dass in Zukunft mehr Antragsteller von den Fördermitteln profitieren können.  

Aktueller Stand zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Das Ziel, ein modernisiertes und umfassendes Förderangebot bereitzustellen, ist nicht neu. Denn neben dem Klimapaket ist es auch in der „Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien“ des BMWi zu finden. Auch wenn aktuell noch keine konkreten Informationen vorliegen, lassen beide Veröffentlichungen bereits einige Eckpunkte erahnen. Die folgende Liste gibt einen Überblick:

Aktuelle Informationen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
gemeinsame Förderung für Arbeiten am Gebäude und erneuerbare Energien
einheitliche Regularien für die Beantragung der staatlichen Fördermittel
ähnliche Förderbedingungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden
einfach verständliche und konkrete technische Anforderungen an die Maßnahmen
Förderung von Beratungsleistungen, geringinvestiven Maßnahmen, anspruchsvollen Einzelmaßnahmen, Maßnahmenpaketen, Innovationen und Effizienzhäusern
kostenabhängige Zuschussförderung mit einer einheitlichen Kreditalternative (analog KfW Programm 152)

Die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) könnte bereits im Jahr 2020 erfolgen. Entscheidend ist dabei unter anderem, wann die Bundesregierung das kürzlich veröffentlichte Klimapaket endgültig verabschiedet.

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