Die Holzheizung ist der Inbegriff der Ökoheizung

Geht es um die Ökoheizung, denken viele zuerst an die Holzheizung. Die Heiztechnik verbrennt nachwachsende sowie regional verfügbare Rohstoffe und arbeitet dazu auch CO2-Neutral. Denn das Holz wandelt im Laufe seines Lebens so viel Kohlendioxid in Sauerstoff um, wie es bei der Verbrennung ausstößt. Während vor allem effiziente Holzvergaserkessel durch ihren speziellen Aufbau besonders sauber und effizient sind, funktionieren Pelletheizungen vollautomatisch. Sie müssen nicht manuell beschickt werden und arbeiten daher besonders komfortabel. Eine Alternative ist die Pelletheizung mit Wochenbehälter. Diese ist zwar regelmäßig von Hand zu befüllen, benötigt dafür aber wenier Platz. 


Wem die platzraubende Holzheiztechnik zu viel ist, der findet in Kaminen oder Öfen eine interessante Alternative. Denn die Geräte lassen sich in der Regel günstig einbauen und sorgen neben kuscheliger Wärme auch für knisternde Romantik. Ausgestattet mit einer Wassertasche versorgt die Zusatz-Ökoheizung dabei auch die zentrale Heizanlage.


Wichtig zu wissen ist, dass Holzheizungen meist mit einem Pufferspeicher  auszustatten sind. Dieser nimmt die Wärme der bedingt regelbaren Verbrennung auf und gibt sie bei Bedarf an das Gebäude ab. Die Holzheizung kann dabei in günstigen Leistungsbereichen arbeiten und der Energieverbrauch sinkt.


Eine Studie des Heizungsunternehmens Kesselheld ergab, dass nur vier Prozent der befragten, bei einem Heizungstausch den Einbau einer ökologischen Pelletheizung favorisieren. Gründe dafür könnten zum Beispiel die hohen Preise und der große Platzbedarf der Ökoheizung sein.

Wärmepumpen liegen vor allem bei Neubauten im Trend

Wärmepumpen sind zwar nicht neu, erfreuen sich aber vor allem im Neubau einer immer größeren Beliebtheit. Gründe dafür sind unter anderem auch gesetzliche Rahmenbedingungen, die sich mit der Ökoheizung meist gut erfüllen lassen. Je nach Aufbau nutzt die Technik kostenfreie Energie aus der Luft, der Erde oder dem Wasser, um das eigene Zuhause auf angenehme Temperaturen zu bringen. Möglich ist das durch einen technischen Prozess, bei dem ein Kältemittel regelmäßig verdampft, verdichtet und verflüssigt wird. Das ist nötig, um die thermische Energie auf das hohe Temperaturniveau einer Heizungsanlage heben zu können.


Die Ökoheizung eignet sich vor allem dann, wenn das Haus wenig Energie verbraucht und am besten auch mit einer Flächenheizung ausgestattet ist. Denn auf diese Weise sinkt der Temperaturunterschied zwischen Umwelt sowie Heizsystem und die Technik muss weniger leisten.


Während die Heiztechnik im Neubau immer öfter zum Einsatz kommt, fragten bei einer Sanierung nur etwa 3 Prozent nach einem Wechsel zur Wärmepumpe, wie die Kesselheld-Studie zeigt. Neben der eingeschränkten Effizienz im unsanierten Altbau zählen auch hier die hohen Kosten zu den Gründen für die geringe Nachfrage.

Kostenlose Solarenergie unterstützt nicht nur die Ökoheizung

Ganz gleich, welche Heizung im Haus installiert ist, sorgt eine Solarthermieanlage für grüne Unterstützung. Dazu wandelt sie die thermische Energie der Sonne in Wärme, die dann das Warmwasser erhitzt oder für angenehme Temperaturen im Haus sorgt. Sofern die Ökoheizung mit einem Pufferspeicher  ausgestattet ist, lohnt sie sich dabei im Neu- sowie im Altbau. Voraussetzung ist allein eine freie und unverschattete Dachfläche mit der richtigen Orientierung.

Die Kesselheld-Studie ergab, dass immerhin 22 Prozent der befragten Hausbesitzer eine Solarthermie-Anlage wollte. 19 Prozent der Sanierer waren sich unschlüssig, während mit 59 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Befragten keine Solaranlage wünschten.

Gas- und Ölheizung mit erneuerbaren Energien betreiben

Gas- und Ölheizungen sind auch heute noch Standard, wenn es um die neue Heizung geht. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise niedrigen Kosten, wie der Beitrag Ölheizung Kosten zeigt. So entschieden sich insgesamt 91 Prozent der Kesselheld-Kunden für eine fossile Heizungsanlage (68% Gas, 23 % Öl). Während diese heute noch zu großen Teilen mit endlichen Rohstoffen betrieben werden, könnte sich das in Zukunft ändern. So glauben viele Experten an die sogenannten Power-to-X-Technologien. Dabei wird überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energieanlagen genutzt, um synthetisches Gas oder Öl herzustellen. Vor allem dem erneuerbaren Gas könnte dabei in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen. Denn dieses lässt sich über vorhandene Strukturen speichern, verteilen und neben dem Wärme- auch im Strom- und Mobilitätssektor einsetzen.

Heute sind die Herstellungsprozesse noch recht aufwendig und teuer. Ob oder wann sich das verändert, bleibt abzuwarten.

Ökoheizung

eccuro Redaktion

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