Die halbautomatische Pelletheizung mit Wochenbehälter

Pelletanlagen lassen sich grundsätzlich in vollautomatische und halbautomatische Anlagen unterschieden. Vollautomatische Anlagen bestehen dabei aus einem Wärmeerzeuger sowie einem Lagerraum oder einem Sacksilo mit einem Jahresvorrat an Holzpellets. Neben der Ascheaustragung und der jährlichen Betankung laufen die Anlagen dabei komplett selbstständig.

Eine halbautomatische Pelletheizung mit Wochenbehälter besteht dagegen nur aus einem Wärmeerzeuger mit integriertem Vorratsbehälter. Der Tank fasst etwa 150 kg Pellets und ist je nach Witterung einmal in der Woche von Hand zu befüllen. Abgesehen vom Nachfüllen der Brennstoffe arbeitet auch die Pelletheizung mit Wochenbehälter selbstständig und komfortabel.

Platzbedarf und Lagerung bei halbautomatischen Pelletanlagen

Im Gegensatz zu vollautomatischen Anlagen, bei denen Pellets in einem Tank oder Lagerraum für ein Jahr oder eine Heizsaison bevorratet werden, sind die Pellets für halbautomatische Anlagen im monatsweisen Vorrat zu lagern. Je nach Gebäude entsteht dabei ein Bedarf von ca. 600 kg Pellets, der einen Platz von 1 m³ einnimmt. Die Pellets selbst können dabei als Paletten- oder Sackware bezogen werden.

Auf trockene Lagerung der Holzpellets achten

Als getrocknete Holzpresslinge quellen Pellets bei Feuchtigkeit auf und können nicht mehr verwendet werden. Sie müssen daher unbedingt trocken gelagert werden. Um Schäden durch Wasser zu vermeiden, ist auch die Aufbewahrung abseits von wasserführenden Leitungen zu empfehlen.

Raummaße für die Pelletheizung mit Wochenbehälter

Halbautomatische Pelletanlagen sind im Vergleich zu vollautomatischen sehr kompakt. Für den Wärmeerzeuger einschließlich Vorratsbehälter ist dabei eine Fläche von 800 mm x 1.500 mm (Tiefe x Breite) im Technikraum einzuplanen. Hinzu kommt ein Pufferspeicher mit Standmaßen von etwa 1.000 mm x 1.000 mm und die benötigte Standfläche für die Pellets.

  • Platz für Wärmeerzeuger: 800mm x 1.500mm (Tiefe x Breite)
  • Platz für Pufferspeicher: 1.000mm x 1.000mm (inklusive Anschlüsse usw.)
  • Platz für Pellets: auf Palette oder im Regal, insgesamt etwa 1 bis 1,5 m³

Wie viel verbraucht eine Pelletheizung mit Wochenbehälter?

Holzpellets können für halbautomatische Anlagen zum Beispiel als Sack- oder Palettenware bezogen werden. Umgerechnet auf eine kWh betragen die Kosten dabei 4 bis 6 Cent. Zum Vergleich liegen die durchschnittlichen Kosten für Gas und Öl zwischen 6 und 7 ct/kWh. Mit der Verknappung fossiler Rohstoffe sind bei Gas und Öl in Zukunft höhere Preisanstiege zu erwarten. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von etwa 20.000 kWh ergeben sich etwa 1.100 € für bei einer Pelletheizung mit Wochenbehälter. Mit Kosten von 1.200 € für Öl und 1.400 € für Gas ist der Einsatz fossiler Energieträger teurer.

  • Pellets kosten aktuell 4 bis 6 ct/kWh; jährlich entstehen dabei Kosten von etwa 1.100 €
  • Heizöl kostet aktuell 6 bis 7 ct/kWh; jährlich entstehen dabei Kosten von etwa 1.200 €
  • Erdgas kostet aktuell 6 bis 7 ct/kWh; jährlich entstehen dabei Kosten von etwa 1.400 €

Zur Verdeutlichung: 20.000 kWh/a entsprechen einem Heizölbedarf von etwa 2.000 Litern.

Wie viel kostet eine Pelletheizung mit Wochenbehälter?

Im Gegensatz zu vollautomatischen Pelletanlagen benötigen halbautomatische weder Tank noch Fördertechnik. Aus diesen Gründen sind im Vergleich deutliche finanzielle Einsparungen möglich. Für eine effiziente Pelletheizung mit Wochenbehälter inklusive Pufferspeicher, Abgasanlage sowie Rohrleitungen und Armaturen entstehen Kosten von etwa 12.000 bis 15.000 Euro. Zum Vergleich liegen die Kosten bei vollautomatischen Anlagen bei etwa 19.000 Euro.

Aufgrund ihrer Effizienz wird der Einbau moderner Pelletanlagen staatlich gefördert. Über das BAFA-Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien" gibt es dabei einen Zuschuss in Höhe von 35 Prozent. Ersetzt die Pelletheizung eine alte Ölheizung, gibt es sogar einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent. 

  • Kosten für Technik und Einbindung: 12.000 bis 15.000 Euro
  • Förderung für Pelletkessel und Pufferspeicher: 4.200 bis 6.750 Euro
  • Investitionen für halbautomatische Pelletanlage: 7.800 bis 8.250 Euro

Eine Pelletheizung mit Wochenbehälter ist eine günstige Alternative zu vollautomatischen Komplettsystemen. Im Vergleich zu herkömmlichen Gasbrennwertanlagen bestechen sie durch günstige Verbrauchskosten und einen regenerativen Rohstoff. Beachten Sie aber, dass mit der regelmäßigen Beladung des Vorratstanks und der Reinigung des Aschebehälters auch ein manueller Aufwand verbunden ist.

Als Wärmeerzeuger bildet die Pelletheizung mit Wochenbehälter das System A2. Sie ist mit Solarthermie oder effizienten Lüftungsanlagen kombinierbar.

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