Energieberater-Förderung: Diese Mittel gibt es

Planen Hausbesitzer eine Sanierung, lohnt es sich auch einen Energieexperten zurate zu ziehen. Der Fachmann nimmt das Gebäude genau unter die Lupe und stellt dabei die wichtigsten Einsparpotenziale heraus. Das hilft aber nicht nur die Heizkosten zu senken. Denn es stellt auch sicher, das Verbraucher kein Geld in die falschen Maßnahmen investieren. Die Energieberater-Förderung federt die Kosten des Experten ab.

Energieberater-Förderung: Diese Mittel gibt es
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Möglichkeiten der Energieberater-Förderung

Möchten Hausbesitzer Fördermittel für die Kosten eines Energieberaters, haben sie dazu verschiedene Möglichkeiten. Neben der geförderten Beratung durch die Verbraucherzentrale bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen hohen Zuschuss. Begleitet der Experte das Bau- oder Sanierungsvorhaben, übernimmt auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Teil der Kosten. Hier die Möglichkeiten der Energieberater-Förderung im Überblick:

  • Geförderte Beratung der Verbraucherzentrale
  • BAFA-Förderung für die Energieberatung
  • KfW-Zuschuss für die Bau- und Sanierungsbegleitung

Geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die einfachste und günstigste Möglichkeit für eine unabhängige Energieberatung bietet das Angebot der Verbraucherzentrale. Denn diese berät Mieter, Hausbesitzer und Bauherren zu zahlreichen Themen rund um die Energieeffizienz. Neben einem Gespräch am Telefon oder in der Beratungsstelle bieten die über 500 neutralen Bauexperten auch Online- oder Vor-Ort-Termine. Die Preise variieren dabei je nach Umfang der Beratung zwischen 5 und 40 Euro. Das Besondere daran: Für einkommensschwache Haushalte ist die Energieberatung komplett kostenfrei. Wichtig ist dabei jedoch ein entsprechender Nachweis.
 
Geht es um die Energieberater-Förderung, stellt die Verbraucherzentrale folgende Angebote zur Verfügung:
 
  • Basis-Check des Strom- und Wärmeverbrauchs (10 Euro)
  • Gebäude-Check von Heizung und Gebäudehülle (20 Euro)
  • Heiz-Check zur Untersuchung der Heizungsanlage (40 Euro)
  • Solarwärme-Check für bestehende Solarthermieanlagen (40 Euro)
  • Detail-Check zur Klärung individueller Fragen (40 Euro)

Energieberater-Förderung vom BAFA


Das BAFA bietet Zuschüsse für standardisierte Energieberatungen. Dabei nimmt ein Experte zunächst das gesamte Haus genau unter die Lupe. Anschließend berechnet er den Energiebedarf und stellt die größten Einsparpotenziale in einem Plan zusammen. Ein abschließender Bericht informiert verständlich über den Gebäudestand und die möglichen Maßnahmen zur Sanierung. Diese können dabei sofort oder über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden. Dazu ordnet der Berater alle Optionen nach ihrer Dringlichkeit und stellt sie in einem sogenannten Sanierungsfahrplan zusammen.

Die Beratung ist zeitaufwendig und dementsprechend auch kostenintensiv. Die Energieberater-Förderung des BAFA sorgt jedoch für Erleichterung. Denn über diese erhalten Hausbesitzer einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der Kosten. Während der Betrag in Ein- und Zweifamilienhäusern auf 800 Euro gedeckelt ist, gibt es in Mehrfamilienhäusern nicht mehr als 1.100 Euro. Zusätzliche Mittel können Verbraucher beantragen, wenn der Experte die Ergebnisse bei einer Eigentümerversammlung darstellen soll. Hierfür gibt es noch einmal 500 Euro.
 
Hier die wichtigsten Informationen zur Energieberater-Förderung des BAFA:
  • Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der Beratungskosten
  • maximale Förderhöhe von 800 Euro in Ein- und Zweifamilienhäusern
  • maximale Förderhöhe von 1.100 Euro in Mehrfamilienhäusern
  • 500 Euro für die Erläuterung der Ergebnisse bei einer Eigentümerversammlung
  • der Berater unterstützt bei der Beantragung der Mittel

KfW-Mittel zur Energieberater-Förderung

Nutzen Verbraucher bereits ein Förderprogramm der KfW (151/ 152, 167, 430) bekommen sie auch einen Zuschuss für die Baubegleitung durch einen Energieexperten. Dieser überwacht dabei alle Arbeiten von der Planung über die Durchführung bis zur Abnahme und gewährleistet eine hohe Qualität. Das sorgt dafür, dass Folgeschäden durch unsachgemäße Ausführung ausbleiben und die Energiekosten möglichst niedrig ausfallen.

Zur Energieberater-Förderung bietet die KfW dabei einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der anfallenden Kosten. Die Mitte, die es über das Programm 431 gibt, sind auf eine Höhe von 4.000 Euro begrenzt und müssen vor dem Baubeginn beantragt werden.

Hier die wichtigsten Informationen zur Energieberater-Förderung der KfW:
  • Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten über das Programm 431
  • Fördersumme ist auf 4.000 Euro pro Vorhaben begrenzt
  • Berechtigt sind Verbraucher, die eine Bau- oder Sanierungsförderung bekommen
  • die Beantragung erfolgt vor dem Baubeginn mit einem Energieexperten

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