5 Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs

Stromnutzung gewinnt stetig an Bedeutung, gleichzeitig werden Geräte immer effizienter, so erscheint Stromsparen eine schwere und mühsame Aufgabe geworden zu sein. Welche Möglichkeiten Sie dennoch haben um die Stromrechnung etwas zu senken erfahren Sie in diesem Beitrag.

5 Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs
© Gina Sanders - Fotolia.com

Stand-by-Verluste eliminieren

Ein Rundgang durch das Haus, oder Büro, indem man alle Steckdosen und die dementsprechenden Geräte anschaut, kann schon viel Information über Ihr Stromverhalten liefern. Eine Reihe von Geräten verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Dazu zählen Radios, TV- und Videogeräte, PCs, Backöfen und Mikrowellen mit Zeitanzeige, Ladegeräte, Espressomaschinen oder W-Lan-Router. Ein Check die eingeschalteten Geräte kann verraten, dass einige davon im Moment nicht benutzt werden und vom Netz getrennt werden können.

Geräte im Stand-by-Modus können innerhalb von einem Jahr bis zu 450 kWh verbrauchen. Was bereits etwa 131 € entspricht. Erkannt werden können diese Geräte in der Regel über eine Leuchtanzeige, die auch dann leuchtet, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Eine günstige Methode, diese Verbräuche zu reduzieren, sind Steckerleisten mit Ein-/Aus-Schalter. Damit können Sie gleichzeitig mehrere Hausgeräte vom Strom trennen, wenn sie über lange Zeit nicht gebraucht sind.

Steckerleisten mit Überspannungsschutz bieten dabei zusätzliche Sicherheit, zum Beispiel bei einem Blitzeinschlag. Je nach Größe und Qualität kosten Steckdosenleisten etwa 5 bis 40 €. Für 5 Steckdosenleisten im mittleren Preissegment entstehen für ein Haus einmalige Kosten von etwa 75 €. Der Stand- by-Verbrauch kann damit aber um 50 bis 60 % reduziert werden. Das heißt, die Nutzung von Steckdosenleisten kann jedes Jahr bis zu 75 € einsparen. Die Ausgaben rechnen sich dabei oft schon nach einem Jahr.

Besser noch funktionieren die sogenannten Master-Slave-Steckdosenleisten, die automatisch mit dem Ausschalten des “Mastergeräts” allen anderen Geräte auch ausschalten. Dies erfolgt durch die Einschaltung eines Geräts in der “Mastersteckdose” das kann zum Beispiel der PC oder TV sein. Die dazu angehörigen Geräte sind beispielsweise Drucker, Tischlampe, Lautsprecher oder DVD Player. Somit sparen Sie 95% des Stand-by-Stromverbrauchs.

Beleuchtung

Auch wenn die Beleuchtung sofort sichtbar ist, beträgt sie nur etwa 8 % des Stromverbrauchs. Wenn Sie eine effiziente Beleuchtung haben, bringt es nicht viel, ständig Lichter auszuschalten. Falls sie noch ältere Glühbirnen im Betrieb haben, tauschen Sie diese mit Energiesparlampen oder am besten LED´s. Eine Glühlampe mit einem hohen Energieverbrauch erkennen Sie meistens dadurch, dass sie auch wärme emittiert.

Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der 4 gebräuchlichsten Leuchtmittel anhand von Leistung, Lebensdauer, Helligkeit, Preis und Verbrauchskosten bei einer Leuchtdauer von etwa 1.000 Stunden im Jahr.

*Glühlampen werden nicht mehr verkauft.

**Nach eines Strompreises von 29.2 Cent pro kWh im 2017 gerechnet.


Wenn es bei Ihnen eine Sanierung geplant ist, lohnt es sich zu überlegen, ob an einigen Stellen ein neuer Fenstereinbau möglich ist, wodurch mehr Tageslicht ins Haus strahlen wird.


Alte Heizpumpe tauschen

Einer der größten Stromfresser ist oft die alte Heizungspumpe, meistens, wenn sie schon mehr als 10 Jahre im Betrieb ist. Ältere Modellen befördern heißes Wasser zu den Heizkörpern im Haus mit dem gleichen Aufwand, auch wenn es nicht benötigt wird. Dadurch entstehen etwa 150 Euro an Kosten pro Jahr. Neue Hocheffizienzpumpen regulieren ihren Energieverbrauch besser, je nach Bedarf des Hauses und kosten damit lediglich 20 Euro pro Jahr bei den  Nebenkosten. Mit einer Investition von etwa 300 € für den Pumpentausch rechnet sich die Maßnahme oft schon nach 2 Jahren.

Der Austausch einer Heizungspumpe wird sogar bis zu 30% gefördert. Detaillierte Angaben dazu finden sie hier.

Warmwasserspeicher mit einem Durchlauferhitzer ersetzen

Wenn Sie keine Solarthermie oder andere nachhaltige Wege zur Warmwasserzubereitung haben, ist es besser, das Wasser beim Durchlauf aufzuwärmen.
Trotz ihrer hohen Leistung haben Durchlauferhitzer einen geringeren Stromverbrauch im Endeffekt. Eine elektronisch geregelte Version der Durchlauferhitzer ist zwar teurer als eine hydraulische, dadurch wird aber mehr Strom gespart.

Waschmaschine an das Warmwassersystem anschließen

Waschmaschinen wärmen kaltes Leitungswasser auf Temperaturen von 30 bis 60 Grad Celsius je nach Waschprogramme und nützen Strom dabei. Wenn es zu Hause eine Solarthermie installiert, oder andere günstige und nachhaltige Warmwasserbereitung gibt, lohnt es sich diese Idee zu überlegen. Auf der Website lust-sparen.de sind die Schritte dieser Maßnahme erklärt. Da die Ersparnisberechnung dort vor zehn Jahre gemacht wurde, bringen wir hier eine neue Berechnung. Mit einer alten Waschmaschine werden dann ca. 0,6 kWh per Lauf gespart werden. Wenn das auf ein Jahr mit der Einnahme 3 Wäsche pro Woche Umrechnen, ergibt das einer Ersparnis von 27 Euro pro Jahr mit den jetzigen Strompreisen.  

 

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