Was ist ein Plusenergiehaus?

Plusenergiehäuser sind moderne Gebäudekonzepte, bei denen bilanziell mehr Energie gewonnen als verbraucht wird. Grundvoraussetzungen sind eine energiesparende Gebäudehülle sowie eine effiziente Anlagentechnik, bestehend aus Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung. Auf diese Weise kann der tatsächliche, für die Beheizung der Gebäude erforderliche Energiebedarf auf ein Minimum reduziert werden.

Zusätzlich zu dem niedrigen Energiebedarf wird regenerative Energie, zum Beispiel über Solarthermie, Photovoltaik oder Windkraft gewonnen. Nach dem Prinzip der Plusenergiehäuser übersteigt diese dabei die zur Beheizung und zum Betrieb der Gebäude erforderliche Energie. 

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Schema Plusenergiehaus

Voraussetzung I – minimaler Energiebedarf …

Besonders wichtig für das Erreichen einer positiven Energiebilanz ist es, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Damit verbunden sind besonders hohe Anforderungen an Plusenergiehäuser, die bereits mit der Planung beginnen.

Die Architektur potenzieller Plusenergiegebäude ist bestmöglich an den jeweiligen Standort angepasst. Große Fensterflächen mit einem hohen Energiedurchlassgrad nach Süden ermöglichen dabei vor allem in der Heizzeit eine optimale Ausnutzung der solaren Strahlungsenergie, während kleine Fensterflächen mit niedrigem Energiedurchlassgrad unnötige Wärmeverluste minimieren. Eine günstige Raumplanung ermöglicht zudem eine günstige Tageslichtnutzung und reduziert den Beleuchtungsenergiebedarf auf ein Minimum.

Neben der Fensterplanung sind Wände, Böden und Dächer mit einer durchgängigen und möglichst luftdichten Dämmebene zu umschließen. Zusätzlich gewährleistet eine wärmebrückenfreie Konstruktion von Bauteilanschlüssen wie Fenstern, Böden und Dächern minimale Energieverluste über die umschließenden Hüllflächen.

Die luftdichte Bauweise reduziert Lüftungswärmeverluste, zum Beispiel über Bauteilfugen, setzt aber zur Gewährleistung eines gesunden Raumklimas auch ein ganzheitliches Lüftungskonzept voraus. Eine bedarfsgeführte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ermöglicht dabei die Nutzung der Restwärme der verbrauchten Luft zum Vorheizen der frischen Außenluft. Im Winter kann die Außenluft von etwa -12 °C somit bereits auf etwa 14 °C vorgewärmt werden, ohne dass zusätzliche Heizenergie benötigt wird.

Voraussetzung II – Energiebedarf effizient bereitstellen

Auch ein Plusenergiehaus benötigt Energie. Daher müssen sowohl die Gebäudebeheizung als auch die Warmwasserbereitung besonders effizient ausgeführt werden. Zur Auswahl kommen dabei zum Beispiel Erd-Wärmepumpen in Kombination mit Solarthemie. Die Wärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme und macht sie für die Gebäudebeheizung nutzbar. Die Solarthermieanlage nutzt die Strahlungsenergie der Sonne und gewährleistet eine effiziente Trinkwarmwasserbereitung. Eine zusätzlich installierte Photovoltaikanlage mit Stromspeicher kann zusätzlich den Strombedarf des gesamten Gebäudes decken und auch die Wärmepumpe mit selbst geerntetem Strom versorgen

Fazit und Ausblick

Plusenergiehäuser sind zukunftsweisende Gebäudekonzepte, die es ermöglichen die Gebäudeenergieversorgung besonders effizient und nachhaltig zu gewährleisten. Durch anspruchsvolle Gesamtkonzepte und höchste Anforderungen an alle Komponenten sind Plusenergiehäuser heute noch sehr kostenintensiv.

Mit der Etablierung der zukunftsfähigen Technologien wird sich dieser Punkt in Zukunft jedoch ändern. Denn schon heute werden innovative Konzepte umgesetzt, die sich an dem Plusenergiehaus-Stand orientieren. 

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