Die Möglichkeiten zur Auswahl einer neuen Tür sind im Prinzip unbegrenzt. Die Zeit der Türwechsel ist normalerweise einfacher festzustellen. Wird der Außenfassade gedämmt? Dann  ist es eine gute Zeit auch die Tür in den Dämmplan einzubringen. Soweit die Tür noch nicht montiert ist, haben Sie die Option eine Blower-Door-Messung durchzuführen. Dabei wird die Gebäudehülle, auf ihre Luftdichtheit mithilfe eines großen Ventilators und einer Reihe von Messgeräten überprüft.


Luftdichtheit und Dämmung

Ein Luftzug durch die Tür, Einfachverglasung oder ein integrierter Briefkasten sind alles Zeichen für eine undichte Haustür. Eine gut gedämmte Tür hat umlaufende Dichtungen von innen sowie von außen und gegebenenfalls eine absenkbare Bodendichtung in der Mitte. Glaselemente müssen auf alle Fälle aus Wärmeschutzverglasung bestehen.

Neue Türen sollten nach der EnEV 2014 einen maximalen U-Wert 1,8 W/m²K haben. Als Voraussetzung einer Förderung wird aber kein U-Wert höher als 1,3 akzeptiert. Türen des Passivhausstandards erreichen sogar einen U-Wert von 0,7 - 0,6 W/m²K.

Haustüren bestehen aus Kunststoff, Holz, Aluminium, Edelstahl oder deren Kombination. Aluminiumtüren sind modern, witterungsbeständig, stabil und sicher. Wenn die Türrahmen aus demselben material sind, sollten die Profile thermisch getrennt werden, um Wärmebrücken zu reduzieren. Schwere Holztüren wirken isolierend und sind relativ lärmdicht, benötigen aber einen hohen Pflegeaufwand. Billige Kunststofftüren können vielfältig gestaltet werden, weisen aber geringen Schallschutz auf und sind zum Recycling nicht geeignet.

Neue Haustüren müssen den Produktnorm DIN EN 14351-1 entsprechen. Zusätzlich sind sie mit dem RAL-Gütezeichen 695 als Indikator für freiwillige Qualitätskontrolle des Herstellers gekennzeichnet. 

Versetzte Türen schaffen normalerweise Wärmebrücken. Dagegen gibt es aber einfache Lösungen. Mit einem Zusatzbeschlag wird die Tür wieder abgedichtet. In manchen Fälle sollte die Türdichtung komplett getauscht werden. Dies ist meistens einfach und relativ kostengünstig.


Sicherheit

Laut einer Studie der Kölner Polizei finden zwölf Prozent aller Einbrüche in Einfamilienhäusern durch die Haustür statt. Ein robuster Sperrriegel kann als ein effektives Einbruchshindernis gelten. Allerdings nutzen Einbrecher, welche das Haus durch das Fenster betreten haben, diese um den Hausbewohner auszusperren.

Wichtig ist, dass die unterschiedlichen Sicherheitselemente wie Schloss, Türblatt, Zarge, Beschläge und Bänder ähnlich robust sind, und keinen Schwachpunkt aufweisen. Einbruchsichere Glaselemente, Schutt der Beschläge gegen Aushebung, aufbohrhemmende Profilzylinder und ein mehrpunktverriegeltes Schloss gehören alle zum Sicherheitskonzept einer modernen Tür.

Eine Reihe von elektronischen Sicherheitsvorkehrungen von Türsprechanlage oder Videokameras mit Nachtsichtfunktion bis hin zu einem personenbezogenen Zugang über Fingerscanning oder Spracherkennung lassen sich neben jeder Tür installieren. Die Installation muss allerdings durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.

Die Sicherheit von Haustüren ist nach DIN EN 1627 in sechs Stufen von RC 1 bis RC 6 eingeteilt. RC 2 oder 3 entsprechen den Minimalstandard, der von der Polizei empfohlen wird. Weitere Informationen über einen passenden Einbruchschutz bekommen Sie auf der Beratungswebsite der Polizei. In Beratungsstellen der Kriminalpolizei können Sie bundesweit auch ein kostenloses Gespräch über den Einbruchschutz ihres Hauses vereinbaren. Ein Heft der Stiftung Warentest zur Einbruchsicherheit finden Sie hier.

Preis und Förderung

Die Preise für Haustüren beginnen bei einigen Hunderten und können bis mehrere Tausende Euro betragen. Kunststoff- und Stahltüren sind am billigen Ende des Preisspektums zu finden. Holz- und Aluminiumtüren hingegen haben normalerweise ein Mindestpreis von 1000 Euro.

Da eine neue Tür die Energieeffizienz des Hauses verbessert, gibt es auch eine KfW Förderung der Haustür. Wie in anderen Fällen stehen Ihnen ein Zuschuss oder ein zinsgünstiger Förderkredit zu Auswahl. Beide sind als Teil der ganzheitlichen Sanierung oder als Einzelmaßnahme erhältlich. Der Zuschuss kann zehn Prozent der förderfähigen Kosten und bis zu 5000 Euro pro Wohneinheit betragen.

Die Unterstützung wird nicht nur für den Zweck von Energieeinsparung gegeben. Eine Nachbesserung des Einbruchschutzes wird ebenso gefördert. Im Programm 455 der KfW wird ein Zuschuss von 20 Prozent für alle Investitionen bis 1.000 Euro vorgesehen. Zusätzliche 10 Prozent sind für alle Maßnahmen darüber hinaus finanzierbar. Der Antrag muss vorher im KfW-Zuschussportal gestellt werden. Wenn Sie einen zinsgünstigen Kredit besser finden, sollten Sie sich nach dem Programm 152 Ihren Antrag stellen.

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