KfW Förderung der Haustür: Energieeffizienz oder Einbruchschutz

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bekommen Sanierer Zuschüsse oder Darlehen, wenn sie ihre Haustür austauschen. Abhängig vom Zweck der Maßnahme und von den Eigenschaften der neuen Tür fallen die Konditionen dabei unterschiedlich aus. Die folgende Tabelle zeigt, welche Programme die KfW zur Förderung der Haustür hat.

Förderprogramm Konditionen Voraussetzung
KfW-Programm 430  20 Prozent Zuschuss U-Wert von 1,3 W/m²K oder besser
KfW-Programm 152 Zinsgünstiges Darlehen mit 20 Prozent Tilgungszuschuss U-Wert von 1,3 W/m²K oder besser
KfW-Programm 455-E Gestaffelter Zuschuss:
20 Prozent für 1.000 Euro
10 Prozent für weitere Kosten
Widerstandsklasse 2 (RC2) nach DIN EN 1627;
U-Wert von 1,3 W/m²K oder besser, wenn Türen an beheizte Bereiche grenzen
KfW-Programm 159 Zinsgünstiges Darlehen Widerstandsklasse 2 (RC2) nach DIN EN 1627;
U-Wert von 1,3 W/m²K oder besser, wenn Türen an beheizte Bereiche grenzen

Wichtig zu wissen ist, dass Hausbesitzer die KfW Förderung der Haustür über die Programme 430 und 152 nur dann beantragen können, wenn ihr Haus ein bestimmtes Mindestalter erreicht hat. Voraussetzung ist hier, dass der Bauantrag oder Bauanzeige schon vor dem 01.02.2002 gestellt/eingereicht wurden.

Wer kann Förderanträge bei der KfW stellen?

Nicht jeder kann die KfW Förderung der Haustür beantragen. Wer dazu berechtigt ist, hängt grundsätzlich vom gewählten Programm am. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Programme der Förderbank und zeigt, wer davon profitieren kann.

Förderprogramm Antragsberechtigt
KfW-Programm 430 Besitzer oder Käufer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) aus Privatpersonen.
KfW-Programm 152 alle, die Wohngebäude energetisch modernisieren
KfW-Programm 455-E Mieter, Besitzer oder Käufer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) aus Privatpersonen.
KfW-Programm 159 alle, die Wohnungen barrierearm umbauen oder für einen besseren Einbruchschutz sorgen.

Die Tabelle zeigt: Während die Zuschüsse überwiegend für den Ein- und Zweifamilienhausbereich gedacht sind, gibt es die Kredite für alle Wohngebäude.

KfW Förderung der Haustür beantragen: Der Ablauf

Die KfW Förderung der Haustür ist grundsätzlich vor dem Beginn der Sanierung zu beantragen. Geht es um Fördermittel zur energetischen Sanierung (KfW-Programm 430 oder 152) müssen Hausbesitzer dabei zunächst einen Energieberater der Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes beauftragen. Dieser prüft das Vorhaben, bevor er eine Bestätigung zum Antrag (BzA-ID) erstellt. Bei den Förderprogrammen für mehr Einbruchschutz ist das einfacher: Hier können Sanierer die Mittel einfach selbst und ganz ohne Energieberater beantragen. Geht es um die Ausführung, sind die Programme 455-E und 159 dann allerdings mit einer Fachhandwerkerpflicht verbunden.

Die folgende Übersicht zeigt Schritt für Schritt, wie sich die KfW Förderung der Haustür richtig beantragen lässt:

  1. Angebot für die neue Haustür erstellen lassen
  2. Energieberater beauftragen (nur KfW 430 und 152)
  3. Im KfW Zuschussportal registrieren
  4. Zuschussförderung (Programm 430 und 455-E) über das KfW-Zuschussportal beantragen
  5. Alternativ: Darlehensförderung (Programm 152 und 159) über die Hausbank beantragen
  6. Die Bestätigung des Fördergebers abwarten (über Zuschussportal oder Hausbank)
  7. Maßnahme umsetzen oder Fachhandwerker mit der Ausführung beauftragen
  8. Energieberater mit der Prüfung beauftragen (nur KfW 430 und 152)
  9. Bestätigung nach Durchführung (BnD-ID) im Zuschussportal eintragen oder an die Hausbank übermitteln (nur KfW 430 und 152)
  10. Kosten nachweisen und Rechnungen im Zuschussportal hochladen oder an die Hausbank übermitteln (nur KfW 455-E und 159)

Haben Hausbesitzer die 10 Schritte erfolgreich durchlaufen, bekommen sie die KfW Förderung der Haustür ausgezahlt. Bei der Förderung über das Programm 152 schreibt die Förderbank dann den Tilgungszuschuss gut, wodurch die Kreditsumme sinkt.

Alternative: Der Steuerbonus für die Sanierung

Alternativ zur KfW Förderung der Haustür können Sanierer auch einen attraktiven Steuerbonus nutzen. Das ist erstmalig für den Veranlagungszeitraum 2020 möglich. Wer den Bonus über seine Steuererklärung beantragt, kann 20 Prozent seiner Sanierungskosten über einen Zeitraum vom drei Jahren von der Steuer absetzen. Während dazu die gleichen Voraussetzungen wie bei der KfW Förderung der Haustür zu erfüllen sind, erfolgt die Beantragung ganz ohne Energieberatung. Wichtig ist jedoch, dass ein Fachhandwerker die neue Haustür einbaut.

Übrigens: Den neuen Steuerbonus für die Sanierung gibt es für Maßnahmen am selbstgenutzten Haus, wenn dieses mindestens 10 Jahre alt ist. Da die Beantragung ganz ohne Energieberater funktioniert, gibt es hier unter Umständen am meisten Geld vom Staat. Wie Hausbesitzer davon profitieren, erklären wir ausführlich im Beitrag zum Steuerbonus für die Sanierung.

Ohne Anforderungen: Handwerkerkosten absetzen

Ganz ohne technische Anforderungen können Hausbesitzer auch den Steuerbonus für Handwerkerkosten nutzen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, 20 Prozent der Lohnkosten von Fachhandwerkern (maximal 1.200 Euro im Jahr) von ihrer Einkommensteuerlast abzuziehen. Beantragen lässt sich die Alternative zur KfW Förderung der Haustür nachträglich über die Einkommensteuererklärung.

Übrigens: Wer Lohnkosten absetzen möchte, muss Arbeiten am selbstgenutzten Wohneigentum durchführen lassen. Im Vergleich zu den anderen Programmen ist die Förderrate hier am niedrigsten. Der Vorteil ist jedoch, dass keine technischen Anforderungen an die neue Tür gestellt sind. Die wichtigsten Informationen zum Programm geben wir im Beitrag Lohnkosten absetzen.

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