Eine Spanndecke: Was ist das eigentlich?

Eine Spanndecke ist eine Decke unter der Decke. Sie besteht in der Regel aus einer strapazierfähigen PVC-Folie, die Fachhandwerker frei hängend im Raum montieren. Möglich ist das mit speziellen Profilen, die sie umlaufend an allen Wänden befestigen. Infrage kommen die Folien heute für nahezu jede Raumsituation. So zum Beispiel in Wohnzimmern, Küchen, kleinen Bädern, Büro- und Praxisräumen. Mit speziellen Absorbern lassen sich sogar Akustikdecken herstellen, die in großen Räumen für weniger Hall und ein besseres Geräuschempfinden sorgen.

Die leichten Decken sind in verschiedenen Farben und Muster erhältlich

Ein Vorteil der Spanndecke ist ihre große Flexibilität. So sind die dünnen und belastbaren Folien in verschiedensten Farben erhältlich. Ganz gleich, ob Verbraucher Oberflächen in Hochglanz oder matte Decken in pastelligen Farben suchen: Wenn sie eine Spanndecke kaufen, lassen sich nahezu alle Wünsche befriedigen. Selbst individuelle Aufdrucke (Prints) haben viele Anbieter im Programm.

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Übrigens: Die Deckenverkleidungen sind stabil und lassen sich sogar reinigen. Sensibel reagieren sie jedoch auf sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen. So könnte die Folie bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt reißen. Das Gleiche passiert auch dann, wenn Nutzer die Decke mit spitzen oder scharfen Gegenständen bearbeiten.

Lack-, Licht- oder Heizdecke: Unterschiedliche Arten der Spanndecke

Doch Spanndecke ist nicht gleich Spanndecke: Inzwischen gibt es die verschiedensten Ausführungen der leichten Unterdecke. Von der Lackspanndecke, über die Akustik- bis hin zur Lichtdecke, findet dabei jeder eine passende Lösung. Was die verschiedenen Arten auszeichnet, zeigt die folgende Tabelle.

Art der Spanndecke Beschreibung
Gewebespanndecke (auch Tuchspanndecke) Wand- oder Deckenverkleidung aus Polyestergewebe mit leicht sichtbarem Profil
Lackspanndecke klassische Deckenverkleidung aus stabiler PVC-Folie in Hochglanz-Optik
Motivdecke mit einem Bild oder einem Muster bedruckte Deckenverkleidung
Lichtdecke leicht transparente Verkleidung; verdeckt Lampen im Zwischenraum von alter und neuer Decke; Licht scheint durch die Lichtdecke hindurch
Akustikdecke Decke aus perforiertem Gewebe; verdeckt einen Absorber auf der alten Decke; bessere Akustik im Raum
Infrarotheizdecke Deckenverkleidung mit integrierter elektrischer Infrarotheizung
Multi-Level-Decke (auch 3D-Spanndecke) interessante und aufwendig herzustellende Deckenart; Haltekonstruktionen in unterschiedlichen Ebenen
Metallic Spanndecken konventionelle Lackspanndecken in Sonderfarben wie Gold oder Silber; besonders für Verkaufsräume und öffentliche Gewerbebereiche geeignet

Welche Art der Spanndecke Verbraucher kaufen sollten, hängt immer von den persönlichen Voraussetzungen ab. Wer nach einer besonders modernen und hochwertigen Lösung sucht, findet diese zum Beispiel in Lichtdecken oder Lackspanndecken. Etwas dezenter sind hingegen die Tuch- oder Gewebespanndecken mit leicht profilierter matter Oberfläche. Möchten Verbraucher eine Spanndecke kaufen, um Verkaufsräume oder öffentlich zugängliche Räume im Gewerbe eindrucksvoll zu gestalten? Dann schaffen sie mit Metallic-Deckenverkleidungen in Gold, Bronze, Kupfer oder Silber außergewöhnliche Räume.

Spanndecken-Montage: So funktioniert´s

Möchten Verbraucher eine Spanndecke montieren, sollten sie sich auf die Erfahrung spezialisierter Fachbetriebe verlassen. Diese bringen die Deckenverkleidung in kürzester Zeit an und verursachen dabei nur sehr wenig Schmutz und Staub. Grundsätzlich erfolgt die Montage dabei in 3 Schritten.

  • Räume vermessen, Folie auswählen und bestellen
  • Räume vorbereiten, Elektrik verlegen und Profile anbringen
  • Folie spannen und Lichter an der Decke anschließen

Schritt 1: Räume ausmessen und Deckenverkleidung bestellen

Im ersten Schritt geht es um die richtige Vorbereitung. Hier messen Fachhandwerker die entsprechenden Räume korrekt aus. Sie planen, wie viele Profile und Folien nötig sind und bestellen die Spanndecken, die Verbraucher kaufen möchten. Gleichzeitig führen die Experten auch eine Beleuchtungsplanung durch. Sie überlegen, wo Lampen nötig sind und sprechen verschiedene Möglichkeiten mit ihren Kunden ab. Anschließend bestellen sie das Material.

Schritt 2: Räume vorbereiten, Elektrik verlegen und Profile anschrauben

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen und das Material ist auf der Baustelle, installieren Handwerker die Profile an den umlaufenden Wänden im Raum. Sie verlegen die nötige Elektrik für die Beleuchtung und montieren die entsprechenden Halter oder Spots an der alten Decke.

Übrigens: In Sachen Einbauhöhe hat die Spanndecke einiges zu bieten. So sind in flachen Räumen bereits Varianten mit einem Luftspalt von nur 2 bis 3 Zentimetern unter der alten Decke möglich. Mit zusätzlichen Beleuchtungselementen liegt die Einbauhöhe in der Regel bei 6 bis 8 Zentimetern.

Schritt 3: Spanndecke im Raum aufspannen und Lichter anschließen

Im nächsten Schritt bringen Fachhandwerker die entsprechenden Räume auf eine Temperatur von 40 bis 60 Grad Celsius. Auf diese Weise dehnt sich die Folie aus. Sie lässt sich dann an den Profilen montieren. Kühlt der Raum aus, strafft sich die Folie und sitzt faltenfrei unter der alten Decke. Ist das der Fall, bringen Experten die Leuchten an. Dazu schneiden sie kleine Kreuze in die Stellen, an denen die Halter der Leuchten sitzen. Anschließend montieren sie die Leuchtmittel und bringen eine passende Abdeckung an.

Übrigens: Hersteller liefern die Folie immer 5 bis 10 Prozent kleiner als eigentlich ausgemessen. Das ist möglich, da die Deckenverkleidung unter Spannung in den Profilen sitzt.

Eine Spanndecke kaufen: Diese Kosten sind üblich

Die Kosten einer Spanndecke hängen sehr stark von den räumlichen Gegebenheiten ab. In kleine Räume mit einfacher Geometrie lässt sich die Deckenverkleidung einfacher und günstiger einbauen, als in große Räume mit vielen Ecken. Preisentscheidend wirkt sich darüber hinaus auch die Spanndeckenart aus. So sind 3D-, Metallic- oder Akustikdecken meist teurer als Gewebe- oder Lackspanndecken. Die folgende Tabelle gibt Richtwerte.

Ausführung der Spanndecke Kosten pro m² Kosten für 20 m²
einfach 100 bis 150 € 2.000 bis 3.000 €
mittel 125 bis 175 € 2.500 bis 3.500 €
hochwertig 150 bis 200 € 3.000 bis 4.000 €

Wichtig zu wissen: Die Spanndecken-Preise verstehen sich lediglich als Richtwerte. Abhängig von der örtlichen Situation können diese auch höher oder niedriger ausfallen. Sicherheit verschafft daher nur das Angebot von einem Experten.

Übrigens: Planen Hausbesitzer weitere Sanierungsarbeiten, informieren wir in diesem Artikel über Trockenbau Preise

FAQ: Häufige Fragen und Antworten im Überblick

Kann ich die Folie selbst einbauen? Eignen sich die Lösungen auch für Küchen sowie Bäder und wie sind die Deckenverkleidungen zu reinigen? Wer eine Spanndecke kaufen möchte, hat viele Fragen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengestellt und beantwortet.

Kann ich eine Spanndecke selbst einbauen?

Ja. Grundsätzlich ist das möglich. Ohne handwerkliches Geschick und ausreichend Erfahrung kann die Arbeit aber schnell zu einer echten Herausforderung werden. Wer eine ansehnliche Deckenverkleidung kaufen möchte, sollte daher besser auf die Expertise von Fachexperten vertrauen.

Wie groß darf ein Raum für die Deckenverkleidung sein?

Der Einsatzbereich der Folien ist groß. Abhängig von der Raumgeometrie lassen sich dabei Deckengrößen von 50 bis zu etwa 100 Quadratmetern realisieren.

Funktioniert die Spanndecke auch in Küchen und Bädern?

Ja. Vor allem Lackspanndecken sind unempfindlich gegenüber Wasserdampf und eignen sich daher auch für Küchen und Bäder. Da die Decken eine höhere Oberflächentemperatur, als die eigentlichen Decken haben, hilft das unter Umständen sogar gegen Schimmel.

Wie ist die leichte Deckenverkleidung zu pflegen?

Da Spanndecken antistatisch sind, ist die Pflege vergleichsweise einfach. So reicht es in den meisten Fällen, die Folie mit einem weichen Baumwolltuch abzuwischen. Bei groben Verschmutzungen kommen auch spezielle Reinigungsmittel zum Einsatz.

Muss ich vor der Montage das ganze Zimmer ausräumen?

Nein. Wichtig ist, dass Handwerker Profile und Folie an den umlaufenden Wänden montieren können. Sicherheitshalber sollten Verbraucher Deko, Bilder und Blumen daher ausräumen. Schmutz fällt übrigens nur sehr wenig an. Dieser entsteht lediglich da, wo die Profile in die Wand oder die alte Decke geschraubt werden. Mit etwas Vorsicht lässt er sich dabei einfach auffangen.

Wie lang ist die Lieferzeit der Deckenverkleidung üblicherweise?

Einfache Gewebe- oder Lackspanndecken haben eine Lieferzeit von etwa 14 Tagen. Sind Printmotive gewünscht, geben Anbieter Lieferzeiten von etwa vier Wochen an. Da die Folien immer individuell gefertigt werden, lohnt es sich, vor der Bestellung noch einmal nachzufragen. So kann es bedingt durch die Auftragslage auch zu Verzögerungen kommen.

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