Frühjahrsputz: Die Heizung auf den Sommer vorbereiten

Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen steigen, kann es sich lohnen auch einmal an die Heizungsanlage im eigenen Keller zu denken. Denn Tage, in denen die Heizung keine Arbeit hat, können gut genutzt werden, um nötige Nachbesserungen und Einsparmaßnahmen durchzuführen. Welche das sind und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Frühjahrsputz: Die Heizung auf den Sommer vorbereiten
© richterfoto clipdealer.com

Verbrauch senken: Sommerpause für die Heizung

Je wärmer es wird, desto weniger Arbeit hat die Heizung. So zumindest in der Theorie, denn der Energiemanager Techem hat in einer Studie herausgefunden, dass viele Heizungen auch im Sommer arbeiten. Die Auswertung von über 12.000 Mehrfamilienhäusern ergab dabei, dass im Durchschnitt etwa 5,3 % des jährlichen Energieverbrauchs eingespart werden könnten, wenn man die Heizung in eine Sommerpause schicken würde.

Das Beste daran: Die Maßnahme verursacht keine Kosten. Denn in der Regel kann jede Heizungsanlage vom Betrieb für Heizung und Warmwasser auf einen reinen Warmwasser-Betrieb umgestellt werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie zum Beispiel in den Herstellerunterlagen Ihrer Heizungsanlage.   

Kosten reduzieren: Alte Heizungspumpen tauschen

Wenn die Heizung einmal stillsteht, hat auch die Pumpe Pause. Oft bietet sich damit eine gute Gelegenheit einmal nachzuschauen, wie effizient diese eigentlich arbeitet. Vor allem bei alten Pumpen war es üblich, eher etwas mehr Leistung zu verbauen. Eine Stromaufnahme von 100 Watt bis 150 Watt ist da nicht selten. Bei einer Betriebszeit von 3.000 Stunden im Jahr können dabei Kosten von etwa 125 € im Jahr entstehen.

Moderne Pumpen passen Ihre Leistung dem Wärmebedarf im Haus an und verbrauchen so nur etwa ein Zehntel der Energie. Mit einer Stromaufnahme von durchschnittlich 10 Watt bis 15 Watt können Hocheffizienz-Pumpen so bis zu 110 € im Jahr sparen. Bei Kosten von rund 400 € hat sich die Investition dabei schon nach etwa 4 Jahren gelohnt. Wie hoch die Einsparungen an Ihrer Pumpe tatsächlich sind, verrät die Angabe der Leistung auf dem Typenschild oder eine Frage bei einem Handwerker aus Ihrer Nähe.   

Noch ein Tipp: Achten Sie bei der Installation der neuen Pumpe unbedingt auch auf die richtige Dämmung. So können unnötige Wärmeverluste vermieden und die Einspareffekte weiter erhöht werden.

Verluste minimieren: Freie Rohrleitungen Dämmen

Wussten Sie, dass ungedämmte Heizungsrohre in kalten Bereichen oft ein enormes Einsparpotenzial bieten? Die Leitungen haben die Aufgabe die Wärme aus dem Kessel in jeden Raum Ihrer Wohnung zu transportieren. Ohne die nötige Dämmung geht dabei vor allem in ungeheizten Räumen viel Energie verloren. Zusätzliche Kosten von 200 € im Jahr sind dabei nicht selten.   

Eine Lösung ist hier nicht teuer. Denn die erforderliche Dämmung, die es in fast jedem Baumarkt gibt, kann auch ohne handwerkliches Geschick einfach selbst angebracht werden. Bei einem Preis von etwa 10 € je Meter können die Kosten in einem Haus mit 30 Meter Rohr etwa 300 € betragen. Mit einer jährlichen Einsparung von etwa 140 €, lohnt sich diese Ausgabe schon nach gut 2 Jahren.

Anlage Optimieren: Heizung abgleichen

Während viele Bastler versuchen auch die letzten PS aus ihren Autos zu kitzeln, bleiben hohe Einspar-Potenziale in Heizungsanlagen oft ungenutzt. Zu finden sind diese in der Wärmeverteilung. Denn die besteht mit einem weitverzweigten Rohrnetz, Armaturen, Heizkörpern und Fußbodenheizflächen aus einem komplexen System, mit der Aufgabe die Wärme aus dem Kessel effizient in alle Räume zu verteilen. Möglich wird das über zirkulierendes Wasser. Da dieses aber immer den Weg des geringsten Widerstands wählt, kann es in nicht abgeglichenen System zu störenden Strömungsgeräuschen an Heizkörpern oder sogar der Unterversorgung einzelner Räume kommen.

Bei einem hydraulischen Abgleich wird das gesamte System ausführlich untersucht und so eingestellt, dass in allen Fließwegen gleiche Druckverhältnisse herrschen. Das erhöht nicht nur den Komfort im gesamten Gebäude. Es reduziert auch die Stromkosten um durchschnittlich 100 €. Mit Kosten von 500 € bis 700 € haben sich die Ausgaben für den hydraulischen Abgleich in der Regel schon nach 5 bis 7 Jahren rentiert.

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