Was ist ein Schichtladespeicher?

Ein Schichtladespeicher ist eine besondere Bauform eines Pufferspeichers. Allgemein hat er die Aufgabe, Heizungswasser vom Heizkessel aufzunehmen und bei Bedarf an die Verbraucher abzugeben. Die Besonderheit des Schichtladespeichers liegt in seiner Bauart. Denn die ermöglicht es Wasser der Heizung mit verschiedenen Temperaturen übereinander zu speichern. Physikalischer Hintergrund dafür ist die Dichte. Kaltes Wasser ist schwerer und sinkt nach unten. Warmes ist hingegen auf das Volumen bezogen leichter und steigt auf. Von oben beladen, bildet sich dabei eine Temperaturschichtung von heißem Wasser ganz oben bis zu kaltem Wasser ganz unten im Inneren des Speichers.

Wird keine Schichtung erreicht, durchmischt sich das Wasser kontinuierlich und es stellt sich eine mittlere Temperatur ein. Soll dabei heißes Wasser, zum Beispiel für die Warmwasserbereitung, entnommen werden, muss der gesamte Speicherinhalt aufgeheizt werden. Aufgrund der Temperaturschichtung des Schichtladespeichers lässt sich warmes Wasser länger entnehmen. Die Heizung muss weniger oft ein- und ausgeschaltet werden. Sie arbeitet länger in einem effizienten Leistungsbereich und verbraucht weniger Brennstoff.

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Schichtladespeicher lassen sich als Pufferspeicher, als Kombispeicher und als Warmwasserspeicher einsetzen.

Welche Voraussetzungen gibt es für Schichtladespeicher?

Baulich gibt es verschiedene Maßnahmen, die die Schichtung des Wassers ermöglichen. Am einfachsten ist die Beladung mit heißem Heizungswasser von oben oder in separaten Höhen entsprechend der Temperaturschichtung. Die Entladung, also die Entnahme des Heizungswassers vom System, kann dann ebenfalls auf verschiedenen Höhen erfolgen.

Grundvoraussetzungen für eine Temperaturschichtung sind jedoch niedrige Strömungsgeschwindigkeiten im Inneren des Schichtladespeichers. Denn nur so lassen sich unnötige Verwirbelungen vermeiden. Günstig ist außerdem eine hohe und schlanke Bauform.

Voraussetzungen für einen Schichtspeicher:

  • hohe und schmale Bauform
  • niedrige Strömungsgeschwindigkeiten im Inneren

Beladung und Entnahme von Heizungswasser aus der richtigen Höhe (Temperaturschicht)

Welche Vorteile hat ein Schichtladespeicher?

Die Schichtung des Wassers verhindert, dass sich das Heizungswasser im Schichtenspeicher vermischt. Es bildet sich keine Mitteltemperatur und thermische Energie lässt sich selbst bei fast entladenen Speichern noch entziehen. Herkömmliche Pufferspeicher haben in diesem Fall eine so geringe Temperatur, dass die Wärme nicht für die Raumheizung nutzbar ist.

Durch die anhaltend hohe Temperatur im oberen Bereich des Speichers muss der Heizkessel weniger oft Takten (Ein- und Ausschalten). Er arbeitet effizienter und verursacht geringere Energiekosten. Gleichzeitig sinkt der Schadstoffausstoß und die Umwelt wird entlastet.

Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der vollständigen Be- und Entlademöglichkeit lässt sich der Schichtspeicher in der Regel kleiner auslegen als ein herkömmlicher Pufferspeicher.

Der Schichtladespeicher hat folgende Vorteile:

  • effizienter Betrieb mit einer Wärmepumpe, einer Holzheizung oder der Solarthermieanlage
  • geringere Heizkosten und sinkende Umweltauswirkung der Heizung
  • schnelle Aufheizung des Schichtladespeichers sorgt für warmes Trink- und Heizungswasser in kurzer Zeit

Wann lohnt sich die Installation vom Schichtladespeicher?

Besonders effizient ist die Kombination von Schichtladespeichern mit einer Umweltheizung. Dabei sorgt er für einen sparsamen Betrieb einer Wärmepumpe, niedrige Emissionen bei der Holzheizung oder eine optimale Energieausbeute der Solarthermie.  Wer beim Heizen auf eine moderne Ölheizung oder Gasheizung mit Brennwerttechnik setzt, muss keinen Schichtenspeicher installieren. Denn die Geräte arbeiten auch in niedrigen Leistungsbereichen sparsam.

Günstig ist außerdem auch die Kombination mit Frischwassersystemen zur Warmwasserbereitung. Dabei ersetzen wohnungszentrale Wärmeübertrager die sonst nötigen Warmwasserspeicher, wodurch auch das Risiko der Legionellen- und Keimbildung sinkt. Über einen Schichtladespeicher ist heißes Wasser schnell verfügbar, auch wenn der Puffer nicht voll beladen ist.

Der Schichtladespeicher lohnt sich besonders mit einer:

  • Wärmepumpe
  • Holzheizung
  • Solarthermie-Anlage  

Er eignet sich für die:

  • Heizung
  • Warmwasserbereitung

Einen Schichtladespeicher installieren: Hilfe vom Fachbetrieb

 

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Schichtladespeicher: Effizienz im Pufferspeicher

eccuro Redaktion

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