Die Kosten einer Energieberatung und Baubegleitung

Jede ganzheitliche Sanierung- oder Einzelmaßnahme muss mit einer Energieberatung anfangen und sollte am besten von einem Energieberater auch bei der Durchführung begleitet werden. Was kostet Ihnen diese Begleitung und welche Kosten werden erstattet?  Alles wichtige darüber und mehr erfahren Sie im folgenden Artikel.

Die Kosten einer Energieberatung und Baubegleitung
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Wann lohnt es sich?

Die Aufgabe eines Energieberaters ist es, den Hausbesitzern ein Konzept verschiedener Sanierungsmaßnahmen vorzustellen und sie optimal an das spezifische Gebäude anzupassen. Dies soll dennoch in einer wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Weise realisiert werden.

Die Möglichkeiten Energie zu sparen sind divers und vielfältig. Die günstigste Energieberatung wird Ihnen lediglich 10 Euro pro Stunde kosten. Dies erfolgt durch die Verbraucherzentrale bei Ihnen zu Hause. Somit entstehen kosten von 10 Euro für einen Basis-Check und 20 Euro für einen Gebäudecheck. Geeignet sowohl für Mieter als auch für Eigentümer, liefert die Beratung einen Überblick über Strom- und Wärmeverbrauch sowie über Ihre Geräteausstattung und bietet dabei einfache Sparmöglichkeiten.

Wenn es zu umfangreichen Sanierungsmaßnahmen kommt, empfiehlt sich ein tieferer Einblick anhand einer Vor-Ort Energieberatung mit einem Sachverständigen. Eine gute Energieberatung macht den Unterschied zwischen Kosteneinsparung und Geldverschwendung, zwischen passenden und unpassenden Maßnahmen.

Beratungsgespräche werden umsonst von Heizungsinstallateuren, Dämmungsfirmen und Dachdeckern angeboten. Dies garantiert aber nicht, dass die Beratung ein reines Verkaufsgespräch sein kann. Der Vorteil einer unabhängigen Vor-Ort Energieberatung liegt an ihrer Neutralität sowie an ihrer ganzheitlichen Kompetenz.

Der Beratungsprozess besteht hauptsächlich aus drei Phasen:


1. Bewertung der Energieeffizienz ihres Hauses


2. Detaillierter Bericht über das Gebäude und Anlagentechnik


3. Abschlussgespräch und Zusammenfassung der Beratungsergebnisse


Preiseinschätzung


Die Preise einer Energieberatung unterscheiden sich je nach Art der erbrachten Leistungen und der Größe der Immobilie. Generell müssen sie bis zu 50 Euro pro Stunde oder einen fixen Betrag von 500 bis hin zu über 1000 Euro bei einer Energieberatung einplanen. Dabei kann ein Energieberater optimale Einsparmaßnahmen anhand einer professionellen Energieeinsparprognose-Software erstellen. Als Zusatzkosten können  Thermografieaufnahmen sowie Anfahrtsberechnungen auftauchen. Die Kosten für Thermografie liegen zwischen 100 und 500 Euro je nach Anzahl der Bilder und der Tiefe der Untersuchung. Eine weitere Ursache von Kosten ist der Blower-Door-Test (Luftdichtheitsprüfung). Je nach Komplexität des Tests entstehen zwischen 200 und 450 Euro an Zusatzkosten.

Bei größeren Nichtwohngebäuden können die Beratungskosten bis zu mehrere Tausende Euro betragen, diese werden aber ebenfalls anhand von Fördergeldern erstattet. Ein Berechnungsbeispiel für Beratungskosten in NRW finden Sie hier.

Förderung nicht vergessen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert seit März 2015 „Vor-Ort Energieberatung“ für Sanierende. Bis zu 60 % der Beratungskosten können mit dem Programm finanziert werden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind höchstens 800 Euro zu bekommen und für Gebäude ab drei Wohneinheiten wird maximal 1.100 Euro gezahlt. Bis zu 500 Euro werden für eine zusätzliche Erläuterung des Energie­beratungs­berichts im Rahmen einer Wohnungseigentümerversammlung gezahlt. Den Zuschuss für die Vor-Ort Beratung beantragt Ihr Energie­berater.

Voraussetzungen für die BAFA-Förderung sind ein, von der BAFA anerkannten Sachverständiger sowie die Einreichung eines Bauantrags oder die Bauanzeige für das Wohnhaus vor dem 31.01.2002.

Baubegleitungskosten und Förderung


Wenn es sich um ein langfristiges Sanierungsprojekt handelt, sollten Sie dieses nicht alleine handhaben. Obwohl eine Baubegleitung bei Einzelmaßnahmen empfohlen ist, wird es freiwillig von den Bauherren gemacht. In dem Fall einer ganzheitlichen Sanierung wird es sogar zur Pflicht. Das heißt, bei einer ganzheitlichen Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus stellt der KfW die Baubegleitung durch einen Energieberater als Voraussetzung für die Förderung der Maßnahmen.

Ein zusätzlicher Baubegleiter für ein Projekt in einem Einfamilienhaus kann zusätzlich ca. 3000-6000 Euro kosten. Dies wird allerdings von der KfW gefördert. Für die Baubegleitung eines Energieberaters sind dort ein Zuschuss von 50% der entstehenden Kosten und bis auf 4.000 Euro möglich. Eine Beantragung der Fördermittel muss spätestens 3 Monaten nach Ende des Projekts direkt bei der KfW-Bank gestellt werden. Die Kombination mit dem KfW-Programm 151/152 oder 430 ist vorausgesetzt. So wird dadurch sichergestellt, dass die Förderung nur dann gegeben wird, wenn auch entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen realisiert und gefördert werden.

Fazit und Zusammenfassung

Für ein Einfamilienhaus könnten sich die Beratungskosten zwischen den folgenden Zahlen bewegen:

Beratung 500 - 1000 Euro
Thermografie 100- 500 Euro
Blower-Door-Test 200 - 450 Euro

Insgesamt: 800 - 1950 Euro

Bis 800 Euro davon werden gefördert.

Einen detaillierten Einblick in das Thema Energieberatung erhalten Sie hier.


Um die Beratungsqualität zu sichern und staatliche Förderung dabei nutzen zu können, ist es wichtig bei der Wahl des Energieberaters auf die BAFA-Qualifizierung oder die Kennzeichnung als KfW-Energieeffizienzexperte zu achten. Passende Energieberater aus Ihrer Nähe finden Sie im Expertenverzeichnis auf eccuro.com.

 

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