Kork Fertigparkett besteht aus einem natürlichen Rohstoff

Wer Korken, Pinnwände oder Fertigparkett aus Kork kauft, bekommt einen Rohstoff direkt aus der Natur. Denn Kork ist der Name für die Zellschicht zwischen Epidermis und Rinde von Bäumen. Während viele Baumarten eine solche Schicht ausbilden, ist sie nur bei der Korkeiche stark genug, um sie technisch nutzen zu können. Sauber abgeschält, wirkt das Material wie ein natürlicher Hartschaum. Dabei ist Kork wasserabweisend, durchlüftet, elastisch und schlecht brennbar. Eigenschaften, durch die das Material schon im Mittelalter sehr begehrt war. Neben dem Einsatz als Bodenbelag (zum Beispiel für Korkparkett oder Korkfertigparkett) kommt der natürliche Rohstoff heute in vielen Bereichen zum Einsatz. So zum Beispiel für Schuhe, Korken oder als natürlicher Dämmstoff. Einer der größten Korkproduzenten ist übrigens Portugal.

Übrigens: Die hohe Nachfrage nach dem besonderen Material hat auch Nachteile. Denn sie geht mit einem schwindenden Bestand der Korkeichen einher, wodurch auch die Lebensräume verschiedener Tierarten schrumpfen. Um dem entgegenwirken zu können, rufen Umweltschutzorganisationen auf der ganzen Welt zum Recycling auf.

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Der besondere Aufbau ermöglicht eine schnelle Verlegung

Kork Fertigparkett (auch Korkparkett) ist ein Bodenbelag, der sich so einfach und schnell wie Laminat verlegen lässt. Er besteht aus einer Trägerplatte, die umseitig mit Nut- und Federverbindungen versehen ist. Während sich unter der Platte in der Regel eine Trittschalldämmung befindet, ist die Oberseite mit Kork belegt. Korkparkett gibt es dabei aus Granulat oder verklebten Stückchen. Die Platten oder Dielen haben eine Stärke von etwa 12 Millimetern und variieren in der Größe.

Übrigens: Moderne Bodenbeläge müssen einiges aushalten. So wird der Korkboden durch eine transparente Schutzschicht auf der Oberseite besonders widerstandsfähig und robust.

Verschiedene Dekore im Sortiment der Korkparkett-Hersteller

Die typische Granulat-Optik von Korkböden erinnert viele eher an eine Pinnwand, als an einen wohnlichen und eleganten Bodenbelag. Genau wie Laminat- oder Vinylböden können Hersteller heute aber auch Kork Fertigparkett (Korkparkett) in verschiedenen Dekoren produzieren. Möglich ist das durch eine lichtechte Digitaldruckschicht auf der Oberseite der Korkauflage sowie eine schützende Oberflächenbehandlung. Egal ob typische Korkoptik oder Eiche-Landhausdiele: Korkparkett ist heute in vielen Farben und Designs erhältlich.

Die wichtigsten Eigenschaften und Label für Korkfertigparkett

Das natürliche Material besticht mit vielen positiven Eigenschaften. So wirkt ein Korkbelag isolierend, schalldämmend und warm an die Füße. Er ist weich, elastisch und somit auch besonders Gelenk- und Rückenschonend. Darüber hinaus ist der Rohstoff aus der Natur auch wasserabweisend, antistatisch und recycelbar. Vor allem Letzteres ist wichtig, wenn es um einen umweltverträglichen Einsatz von Kork Fertigparkett oder Korkparkett geht.

Für eine hohe Qualität stehen heute verschiedene Label und Kennzeichen. So zum Beispiel das Korklogo, das vom eco-Institut und dem Deutschen Kork-Verband eingeführt wurde. Es gewährleistet eine hohe Produktqualität, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus stellt es sicher, dass bei der Herstellung auch europäische Anforderungen in Bezug auf technische und chemische Eigenschaften eingehalten wurden. Wichtig ist außerdem die Kennzeichnung für formaldehydfreie Produkte.

Wichtig zu wissen: Viele Hersteller bieten Korkfertigparkett an, das auch für die Verlegung über einer Fußbodenheizung geeignet ist. Die Böden dürfen dabei eine gewisse Oberflächentemperatur nicht überschreiten. Wie hoch diese ist, geben Hersteller in der Regel auf der Verpackung an. Kommt Korkparkett zum Einsatz, ist das durch seine wärmeisolierende Wirkung auch bei der Auslegung der Flächenheizung zu beachten.

Bodenbeläge aus Kork: Fertigparkett, Klebekork und Laminat

Interessieren sich Verbraucher für einen Korkboden, stehen ihnen heute unterschiedliche Arten zur Verfügung. Neben dem bereits beschriebenen Korkfertigparkett gibt es dabei auch Klebekork, Laminat oder Vinyl. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften.

Arten von Bodenbelägen Eigenschaften
Kork Fertigparkett
(Korkboden oder Korkparkett)
Kork-Fertigparkett besteht aus gleichförmig vorgefertigten Platten, die vor Ort schwimmend (meist mit Klick-System) verlegt werden. Korkparkett ist warm, weich, schalldämmend und wasserabweisend.
Klebekork (Korkfliesen) Klebekork besteht aus einzelnen Platten, Fliesen oder Sheets, die vor Ort mit dem Untergrund zu verkleben sind. Die natürlichen Korkfliesen sind dabei ebenfalls warm, weich und schalldämmend.
Linoleum und Korklinoleum Linoleum ist ein chemisch hergestellter Bodenbelag, der im Wesentlichen aus Leinöl sowie Holz- oder Korkmehl und einem Jutegewebe als Träger besteht. Bodenbeläge aus Linoleum werden in der Regel von der Rolle verlegt. Sie sind widerstandsfähig, robust, antistatisch sowie leicht fungizid und bakteriostatisch.
Laminat mit Korkoptik Laminat besteht aus gleichgroßen Platten oder Dielen eines günstigen Trägermaterials, die mit einer Dekorschicht versehen sind. Sie enthalten keinen Kork, können dessen Design und Optik jedoch imitieren. Die Bodenbeläge sind kühler und härter als Korkfertigparkett.
Vinyl mit Korkoptik Vinyl ist ein thermoplastischer Kunststoff, der durch Weichmacher zu einem elastischen Bodenbelag wird. Dieser ist entweder als Vollmaterial oder als Laminat erhältlich. Die Verlegung erfolgt je nach Art von der Rolle oder wie bei Laminat mit gleichgroßen Platten oder Dielen im Klickverfahren. Vinyl ist in verschiedenen Dekoren, Farben und Designs erhältlich. Es ist antibakteriell und daher für Allergiker geeignet.

Kork Fertigparkett verlegen, reinigen und pflegen

Korkfertigparkett lässt sich in der Praxis einfach und vergleichsweise schnell verlegen. Wie das funktioniert, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

1.     Boden vorbereiten und Unterlage verlegen

Vor der Verlegung von Korkparkett sollten Heimwerker sicherstellen, dass der Boden trocken, sauber und eben ist. Größere Unebenheiten lassen sich mit entsprechenden Materialien (zum Beispiel einer Ausgleichs- oder Fließsspachtelmasse) ausgleichen.

Anschließend ist eine Dampfbremsfolie zu verlegen. Diese schützt den neuen Bodenbelag vor aufsteigender Feuchte und ist vor allem bei mineralischen Belägen wie Beton oder Estrich zu empfehlen. Die Bahnen sollten sich etwa 10 Zentimeter überlappen und an aufgehenden Wänden etwa fünf bis zehn Zentimeter nach oben ragen.

Ist das erledigt, sollte auch eine Verlegeunterlage auf den Boden kommen. Diese gleicht kleinere Unebenheiten aus und sorgt für einen guten Sitz des Kork Fertigparketts.

Übrigens: Für die optimale und einfache Verlegung des Korkfertigparketts sollten Heimwerker umlaufend auch ein spezielles Dicht- und Distanzmaterial anbringen.

2.     Korkfertigparkett kaufen, lagern und verlegen

Haben Heimwerker das Kork Fertigparkett bereits gekauft, sollten sie es vor dem Öffnen mindestens 48 Stunden im Haus stehen lassen. Auf diese Weise kann sich das Korkparkett dem Klima anpassen und kondensierte Feuchtigkeit trocknet sicher ab. Anschließend sind die Federn der ersten Verlegereihe sorgfältig abzuschneiden. Ist die Wand sehr uneben, können Heimwerker deren Verlauf auf die Platten übertragen und diese entsprechend zusägen. Nun beginnen sie damit, die erste Plattenreihe an der Wand zu verlegen. Die Verbindung erfolgt dabei in der Regel durch ein Klick-System an der Stirnseite.

Übrigens: Damit auch die letzte Platte einer Reihe optimal passt, ist diese um 180 Grad zu drehen. Heimwerker zeichnen dann die passende Länge an, bevor sie die Platte kürzen. Mit einer Stich- oder Kreissäge sollte das immer auf der Rückseite erfolgen. Auf diese Weise bleiben unschöne Splitter an den Sägekanten aus.

Die anderen Reihen lassen sich nun analog zur ersten verlegen. Wichtig ist, dass die Versätze mindestens 30 bis 40 Zentimeter betragen. Da sich die letzte Reihe des Korklaminats meist etwas schwierig einbringen lässt, kommen dabei auch spezielle Zugeisen zum Einsatz.

Video: Anleitung zum Kork Fertigparkett verlegen

Korkfertigparkett richtig reinigen und pflegen

Um die schönen Oberflächen des neuen Korkparketts lange zu erhalten, kommt es auch auf die richtige Pflege an. Experten empfehlen, Korkböden einmal im Monat nebelfeucht zu wischen. Zuvor sollten Verbraucher den Boden gründlich fegen oder absaugen. Kommen Reinigungsmittel zum Einsatz, müssen diese pH-neutral sein. Aggressive, lösemittel- oder glycerinhaltige Mittel können dem Korkparkett hingegen Schaden. Geht es um die richtige Pflege, kommen auch spezielle Aktiv- oder Vollpflegemittel zum Einsatz, die es im Fachhandel zu kaufen gibt.

Übrigens: Um den Boden zu schonen, sollten Stühle, Tische und andere Möbel mit Filzgleitern versehen werden. Schmutzfangmatten nehmen außerdem Verschmutzungen im Eingangsbereich auf.

Vorteile und Nachteile von Korkfertigparkett im Überblick

Kork Fertigparkett (Korkboden) hat eine Reihe positiver Eigenschaften. So handelt es sich dabei um ein natürliches Material, das sich aus recycelten Rohstoffen herstellen lässt. Kork hat zudem eine isolierende und schalldämmende Wirkung. Es ist weich, gelenk- sowie rückenschonend und in unterschiedlichen Dekoren erhältlich. Zu den Nachteilen des Bodenbelags gehört die aufwendigere Pflege. Korkparkett reagiert außerdem auf das Klima im Raum und ist nur eingeschränkt für Feuchträume geeignet. Darüber hinaus können schwere Möbel mit der Zeit Abdrücke verursachen. Die nachfolgende Tabelle stellt die Vor- und Nachteile von einem Korkfußboden zusammenfassend dar.

Vorteile von Kork Fertigparkett Nachteile von Kork Fertigparkett
schnell und einfach schwimmend zu verlegen aufwendiger zu pflegen
isolierende und schalldämmende Wirkung Kork reagiert auf Raumklima
weicher Bodenbelag ist gelenk- und rückenschonend eingeschränkt für Feuchträume geeignet
natürliches Material  Abdrücke unter schweren Möbeln möglich
aus recycelten Rohstoffen herstellbar  

Namhafte Hersteller und typische Preise für Kork Fertigparkett

Korkfertigparkett ist heute von vielen Herstellern zu bekommen. Darunter zum Beispiel KWG, hebo, HARO, Meister oder Wicanders. Die Preise bewegen sich dabei in einem Bereich von 25 bis 80 Euro pro Quadratmeter. Eine große Auswahl haben Verbraucher mit einem Budget von etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Wichtig zu wissen ist, dass die Kosten für Dampfbremsfolien, Verlegeunterlagen, Dichtbänder oder Randzierleisten dabei noch nicht berücksichtigt sind. Wer sich für die professionelle Verlegung des Korkparketts entscheidet, muss außerdem auch Handwerkerkosten einkalkulieren. Diese liegen zwischen 20 und 35 Euro pro Quadratmeter. Einen konkreten Wert bekommen Verbraucher hier lediglich aus dem individuellen Angebot eines Experten.

Wichtig zu wissen: Wer Kork Fertigparkett von einem Handwerker verlegen lässt, kann die anfallenden Lohnkosten absetzen. Über die jährliche Einkommenssteuererklärung bekommen Hausbesitzer dabei 20 Prozent (maximal 1.200 Euro im Jahr) erstattet. Im Beitrag „Lohnkosten absetzen“ erklären wir, wie das funktioniert.

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