Das Membranausdehnungsgefäß

Vom Wärmeerzeuger, über das Rohrnetz bis zu den Verbrauchern, bestehen moderne Heizungsanlagen aus geschlossenen Systemen, die durch Temperaturänderungen zwischen Stillstand und Betrieb ständigen Volumenänderungen ausgesetzt sind. Um trotz dessen eine uneingeschränkte Funktion der Heizung gewährleisten zu können, gewährleistet das Membranausdehnungsgefäß, kurz MAG, die Aufgabe die entstehenden Druckschwankungen auszugleichen.

Das Membranausdehnungsgefäß
© Alexander Rosenkranz

Was ist ein MAG und wie funktioniert es …

Das Membranausdehnungsgefäß ist ein in der Heizungsanlage installierter Behälter, bestehend aus zwei, mit einer flexiblen Membran voneinander getrennten, Kammern. Eine der beiden Kammern ist mit Gas gefüllt, die andere direkt mit dem Heizungssystem verbunden.

Über die kompressible Gasfüllung kann das MAG temperaturbedingte Volumenänderungen im Heizungssystem aufnehmen und so kontinuierlich, einen für das Heizungssystem ausreichenden Druck gewährleisten.

Symptome und Folgen eines defekten MAG …

Ist die Funktion des Membranausdehnungsgefäßes eingeschränkt, kann das schwerwiegende Folgen für die gesamte Heizungsanlage haben. Denn durch den Anstieg der Temperatur im Heizbetrieb dehnt sich das Heizungswasser aus. Kann diese Volumenänderung durch das Membranausdehnungsgefäß nicht aufgenommen werden, steigt der Druck und Wasser wird automatisch über das Sicherheitsventil abgelassen.

Bei der Abkühlung der Anlage verringert sich das Volumen des Heizungswassers und über Stopfen oder lösbare Verbindungen wird Luft in die Anlage gesogen. Folgen dessen können dann eine Wärmeunterversorgung einzelner Verbraucher oder die Korrosion des Leitungssystems sein. Häufiges Nachfüllen der Heizungsanlage mit unbehandeltem Trinkwasser kann zusätzlich auch zu einer Verkalkung der Rohrleitungen und höheren Betriebskosten führen.

Symptome für ein defektes MAG können sein:

  • Luft und häufiges „gluckern“ in den Heizkörpern
  • einige Heizkörper werden in der Heizsaison nicht richtig warm
  • im Betrieb der Anlage treten hohe Druckschwankungen auf
  • das Sicherheitsventil öffnet häufig und Wasser tritt aus
  • die Heizungsanlage muss häufig nachgefüllt werden

Was tun bei einem defekten MAG …

Membranausdehnungsgefäße sind zwar wartungsarm, müssen als Verschleißteile aber regelmäßig überprüft werden. Wichtige Kenngrößen sind dabei der Vor- und der Fülldruck.

Der Vordruck des Membranausdehnungsgefäßes muss an die Anlage angepasst werden und kann nur nach der Trennung des Behälters vom übrigen Netz geprüft werden. Er ist abhängig von den Temperaturen der Heizung sowie der Gebäudehöhe und kann über ein am MAG angebrachtes Ventil gemessen werden. Ist der Druck zu niedrig, sollte er im ersten Schritt über die Gasfüllung angepasst werden. Nach der Verbindung des MAG mit der übrigen Anlage ist diese bis zu einem spezifischen Fülldruck mit Wasser zu füllen.

Treten die beschriebenen Symptome weiter auf ist der Test des Vordrucks zu wiederholen. Ist der Gasdruck im Ausdehnungsgefäß dabei erneut zu niedrig muss das Gerät ersetzt werden.

Generell sollten Membranausdehnungsgefäße regelmäßig überprüft werden um Schäden bereits frühzeitig zu erkennen und die uneingeschränkte Funktion der Heizungsanlage sicherstellen zu können.

Hilfe vom Fachmann …

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