In die Sonne investieren

Eine Photovoltaik-Anlage ist mittlerweile so billig wie nie zuvor. Seit 2006 sanken die Preise um 75%. 2008 bezahlte man etwa weniger als 4000 Euro pro kWp für die Installation einer PV-Anlage. Nun liegt der Preis bei 1400 Euro pro kWp. Die Bezeichnung kWp - Kilowattpeak gibt die mögliche Stromerzeugung der Solaranlagen unter optimalen Umständen an. Eine Leistung von 1 kWp entspricht in Deutschland eine Stromerzeugung von 800-1000 kWh pro Jahr und benötigt etwa 8 Quadratmeter auf dem Dach.

PV-Module werden nach Preis pro Wattpeak gehandelt. Diese liegen derzeit zwischen 0,48€ und 0,62€ pro Wattpeak. Die billigsten Marken kommen aus Südostasien und Taiwan, etwas teurer sind chinesische Module, gefolgt mit deutschen und europäischen Marken.  Die teuersten Photovoltaikanlagen kommen wie zuvor aus Japan und Korea. 

Mit durchschnittlicher Anlagengröße von 5 kWp auf 40 qm für Ein-oder Zweifamilienhäusern beträgt die Gesamtsumme der Investition etwa 7000 Euro. Dieser Preis verändert sich aufgrund der Bedingungen in jedem Haus, je nach Lage und Installationsanforderungen. Wenn eine Anlage gut installiert wurde, braucht diese nur geringfügige Reinigungen, Reparaturen und sonstige Wartung. Diese Betriebskosten sollen nicht mehr als 1 oder 2% der Anschaffungskosten betragen.

Photovoltaikanlagen liefern einen Gleichstrom. Um in Wechselstrom zu konvertieren, benötigt jedes Photovoltaik-modul einen Wechselrichter. Die Kosten eines Wechselrichters sind je nach Nennleistung der Anlage unterschiedlich. Normalerweise rechnet man mit 10% der gesamten Investitionskosten. Die Installation einer Solaranlage bringt etwa 20% größeren Umsatz im relativ sonnigen Süddeutschland.

 
Die eigene Solaranlage - Lohnt sich diese für Sie?

Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beträgt der Verbrauch in einem Einfamilienhaus mit 4 Personen 4.200 kWh pro Jahr, was bei Strompreisen von 28,7 Cent pro Kilowattstunde 1200 Euro pro Jahr entspricht. Um die Investition am besten zu nutzen, empfehlen Experten ein Eigenverbrauchsniveau von über 40%. Mit diesen Daten vor den Augen kann man ein Paar Beispielszenarien durchspielen.

Fördermittel für Photovoltaik Anlagen bestehen in Deutschland hauptsächlich aus Einspeisevergütungen. Diese wird 20 Jahre lang, nach der Einrichtung, mit einem festen Vergütungssatz für jede Kilowattstunde Strom bezahlt. Die Vergütung für Anlagen unter 10 kWp liegt derzeit auf 12,31 c/kWh. Inselanlagen, also Solarhäuser ohne Einspeisung ins öffentliche Stromnetz, werden nicht gefördert. Darüber hinaus gibt es zinsgünstige KRedite über das Programm 270 der KfW, die sogar die Kosten zum Dachdecken abdecken. 

Es sind eine Reihe von Rechnern im Internet zu finden, die ihre theoretischen Profite einer Solaranlage auf Ihrem Dach vorhersagen. Laut Photovoltaik-Rechner müssen Sie z.B. 7.260,00 € Investieren, um aus ihrem 40qm Dach 22.787,00 € nach 20 Jahren Betriebszeit zu gewinnen. Die Amortisationszeiten liegen hier bei 8 Jahren. In Bremen bringt dieselbe Investition in einem ähnlichen Dach 21.258,00 € und amortisiert sich nach 9 Jahren mit einem Jährlichen Rendite von 5,59%. 

Für diejenige, die kein eigenes Haus besitzen, oder nicht ein ganzes Solardach leisten können, sind auch Minisolaranlagen mit direktem Anschluss an der Steckdose im Angebot. Das Firma Solarheld setzt sich dafür, diese Anlagen allem zugänglich zu machen, stößt aber derzeit an bürokratische und technische Hürden.

Eine ganzheitliche Lösung

Neben einer PV-Anlage ist auch eine Solarwärmeanlage empfohlen. Auf diese Weise haben sie zwei wichtige Aspekte des Energieverbrauchs im Griff. Der letzte Bereich des Energiedreiecks ist die Mobilität. Eine Photovoltaikanlage lässt Ihnen, ein Elektrofahrzeug zu Hause mit Sonnenenergie selber tanken.

Moderne PV-Anlagen lassen sich auch anhand mobiler Apps und per Tablet überwachen und sogar steuern. Das ist insbesondere effektiv, wenn auch einen Stromspeicher infrage kommt. Laut der Preisprognose der Agentur für erneuerbare Energien, liegen die Strompreise im Jahr 2016 auf ca. 28,5 Cent pro kWh. Selbst produzierter Strom kostet nur knapp die Hälfte davon. Normalerweise schaffen es Besitzer von Photovoltaikanlagen, ca. 30 Prozent ihres Solarstroms direkt selbst zu verbrauchen. Mit einem Stromspeicher verdoppelt sich der Eigenverbrauch auf bis auf 60 Prozent und damit auch die Ersparnis. So lässt sich eine installierte PV-Anlage schneller amortisieren. Wenn es sich um den Einkauf einer Photovoltaikanlage zusammen mit dem Stromspeicher handelt, besteht die Möglichkeit, für beides einen KfW-Kredit zu beantragen. 

Der neue Akteur am Photovoltaikmarkt ist niemand anderes als Tesla. Auf einer Pressekonferenz hat Elon Musk - der CEO über Teslas neue Photovoltaik-Dachziegel erzählt. Kombiniert mit einem neuem Stromspeicher, mit verdoppelter Kapazität, sowie mit Elektrofahrzeugen, will Tesla eine ganzheitliche Solarlösung für Wohnhäuser vermarkten.

Fazit und Zusammenfassung

Trotz reduzierter Förderung und dank den weiter sinkenden Preise für Photovoltaikanlagen, lohnt sich Solarstrom in Deutschland, vor allem für den Eigenverbrauch. Die Investition in Solarenergie ist auf dies Weise ähnlich zu betrachten, wie eine Investition in Immobilien. Sie bringt langfristige Sicherheit und Unabhängigkeit. Einen vollständigen Bericht des Fraunhofer Instituts über den Markt der Photovoltaikanlagen erhalten Sie hier. Jedes Haus stellt besondere Bedingungen an eine Installation einer Solaranlage und bietet dabei auch neue Einsparmöglichkeiten sowie ganzheitliche Systemlösungen. Lassen Sie eine Energieberatung durchführen durch einen Experten aus Ihrer Nähe.

 

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