Forsterheizung: Etagenheizung aus der DDR

Die Forsterheizung ist vor allem im Osten Deutschlands bekannt. Denn der Begriff war Synonym für Etagenheizkessel (ETH), die im Gebiet der ehemaligen DDR vielfach zum Einsatz kamen. Das Besondere daran: Während viele andere Heizkessel aus Guss hergestellt wurden, produzierte die Forster Heiztechnik GmbH ihre Kessel in Handarbeit aus Stahlblech. Genau wie früher stellt der Betrieb aus der brandenburgischen Lausitz auch heute handgeschweißte Kessel für Festbrennstoffe her. Installateure und Nutzer schwören auf die robuste Technik, die Wohnungen und Häuser viele Jahre problemlos mit wohliger Heizwärme versorgt.

Funktion der Etagenheizung

Der Begriff Forsterheizung ist auch heute Synonym für Etagenheizkessel (ETH), die in der ehemaligen DDR weit verbreitet waren. Aber wie funktioniert die Etagenheizung und was unterscheidet sie eigentlich von der konventionellen Zentralheizung?

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Etagenheizkessel sind Heizgeräte, die Wärme direkt am Ort des Bedarfs erzeugen. Sie stehen in einer abgeschlossenen Wohneinheit und sorgen für warme Räume sowie warmes Wasser. Während moderne Etagenheizungen in kompakter Bauweise mit Gas arbeiten, setzt die Forsterheizung ETH auf Kohlebriketts. Diese verbrennen sauber im Heizkessel und übertragen Heizwärme auf Heizungs- sowie Trinkwasser.

Übrigens: Im Gegensatz zum Etagenheizkessel aus Forst erzeugt eine Zentralheizung oft mehr Wärme. Sie kann damit mehrere Wohneinheiten gleichzeitig versorgen und befindet sich in der Regel in eigens errichteten Technikräumen im Keller.

Vorteile einer Forsterheizung

Die Kessel der Forster Heiztechnik GmbH gelten als robust und langlebig. Sie arbeiten auch heute noch mit Kohle und eignen sich für den Ersatz alter Forsterheizungen (Etagenheizkessel), die in vielen Haushalten noch immer in Betrieb sind. Geht es um die Vorteile der Etagenheizung als solcher, sind vor allem die kurzen Leitungswege zu nennen. Die Kessel und Thermen befinden sich in der Nähe der Verbraucher. Sie erzeugen Wärme bedarfsgerecht und geben Verluste ebenfalls an den beheizten Wohnraum ab. Während Mieter oder Hausbesitzer die Etagenheizung selbst bedarfsgerecht steuern können, ist das bei einer Zentralheizung oft nicht möglich. Zumindest dann nicht, wenn diese mehrere Wohneinheiten mit Heizwärme versorgt.

Forsterheizung heute: Kessel im Überblick

Auch heute stellt die Forster Heiztechnik GmbH Etagenheizkessel vom Typ ETH her, für die sie einst bekannt wurde. Darüber hinaus hat der Lausitzer Betrieb aber auch weitere Heizungsarten im Angebot. Darunter effiziente und umweltschonende:

  • Mischbrandkessel
  • Holzvergaserkessel
  • Holzpelletheizungen

Eigens produzierte und hergestellte Pufferspeicher runden das Angebot ab und sorgen für einen effizienten sowie sparsamen Betrieb.

Forster Etagenheizkessel (ETH)

Der Forster Etagenheizkessel (die Forsterheizung) arbeitet mit Kohle. Er erreicht eine Nennwärmeleistung von 14 Kilowatt und kann eine Wohnfläche von rund 140 Quadratmetern mit Wärme versorgen. Wie früher in der DDR stellt die Forster Heiztechnik GmbH die Kessel auch heute in Handarbeit aus Stahlblech her. Das folgende Video zeigt, wie das Schritt-für-Schritt funktioniert.

Die Kessel sind für Pumpenwarmwasser- sowie Schwerkraftheizungen erhältlich. Durch den Betrieb mit Kohle erreichen sie jedoch nur die Energieeffizienzklasse C (Skala von A++ bis G). Sie erfüllen die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und eignen sich vor allem für den Austausch alter Forsterheizungen.

Mischbrandkessel für Kohle und Holz

Mischbrandkessel sind die richtige Lösung für alle, die mit Holz und Kohle heizen möchten. Die Geräte arbeiten mit unterem Abbrand und sind in vielen Gebäuden einsetzbar. So gibt es die Forsterheizung mit einer Leistung von neun bis 85 KW. Letztere reicht aus, um eine Wohnfläche von bis zu 650 Quadratmetern auf wohlige Temperaturen zu bringen.

Wichtig: Für den optimalen Betrieb der Kessel muss der Abgaszug zur Heizung passen. Bei einer Neuinstallation oder einem Austausch ist es daher ratsam, den Schornstein individuell berechnen zu lassen. Darüber hinaus muss auch der Schornsteinfeger der Installation zustimmen.

Die Mischbrand- oder Universalheizkessel sind mit oder ohne Gebläse erhältlich und erreichen die Energieeffizienzklasse B bis C. Für einen sparsamen und umweltschonenden Heizbetrieb sind die Geräte mit einem Pufferspeicher zu kombinieren. Dieser sollte mindestens 55 Liter Heizungswasser pro Kilowatt Heizleistung fassen.

Scheitholzkessel der Forster Heiztechnik

Wer effizient und umweltfreundlich heizen möchte, kann sich für eine Holzvergaserheizung der Forster Heiztechnik GmbH entscheiden. Die Geräte sind in Leistungsklassen von neun bis 80 kW erhältlich und versorgen somit Wohnräume von 120 bis 400 Quadratmetern mit wohliger Heizwärme. Das Besondere an den Geräten ist der untere Abbrand, bei dem das Holzgas in der Brennkammer nur ausgast. Die heißen Gase strömen dann durch einen Naturzug oder ein Gebläse in eine zweite Kammer, in der sie sauber und effizient verbrennen.

Übrigens: Damit die Kessel sparsam und umweltfreundlich arbeiten, müssen die eingelegten Holzscheite trocken sein. Günstig ist ein Restfeuchtegehalt von 10 bis 15 Prozent, der sich mit einer ausreichend langen Lagerung erreichen lässt. Ist das Holz zu nass, verdampft das Wasser bei der Verbrennung. Dieser Vorgang setzt die Verbrennungstemperatur herab. Er mindert die Wärmeabgabe, sorgt für einen höheren Verbrauch und führt zu höheren Emissionen. Lagert sich Ruß im Schornstein ab, kann es sogar zum Schornsteinbrand kommen.

Die Forsterheizung für Scheitholz erreicht die beste Energieeffizienzklasse A++. Ein Grund, aus dem das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Geräte fördert. Wichtig: Auch Scheitholzvergaserkessel sind für einen effizienten und umweltschonenden Betrieb mit einem Pufferspeicher zu kombinieren.

Forsterheizung für Holzpellets  

Umweltfreundlich Heizen mit Holz. Und das komfortabel und ohne regelmäßiges nachlegen? Mit der automatisch arbeitenden Pelletkesseln der Forster Heiztechnik GmbH ist das möglich. Die Heizgeräte sind mit einer Leistung von 20 (Teillast) bis 40 kW vor allem für mittlere bis größere Gebäude geeignet. Auf Wunsch sind die Pelletkessel auch als Kombikessel für Pellets und Holzscheite erhältlich.

Übrigens: Eine Pelletheizung holt sich stäbchenförmige Holzpresslinge automatisch aus einem Vorratsbehälter in ihrer Nähe. Sie arbeitet dadurch vollautomatisch und ohne manuelles Zutun. Wer sich für eine Pellet-Forsterheizung entscheidet, muss lediglich die Asche von Zeit zu Zeit austragen.

Die Pelletkessel der Forster Heiztechnik GmbH erreichen die beste Energieeffizienzklasse A++. Sie sind somit förderfähig und für den Einbau in neuen und alten Gebäuden geeignet. Da Pelletkessel vor allem bei Volllast effizient und sauber arbeiten, sollte ein Pufferspeicher die Heizwärme aufnehmen, bevor er sie bedarfsgerecht an die Anlage im Haus abgibt.

Pufferspeicher der Forster Heiztechnik

Pufferspeicher nehmen die Heizwärme eines Kessels auf, wenn in der Hausanlage gerade kein Bedarf besteht. Die Bauteile bestehen dazu aus großen, isolierten und mit Wasser befüllten Behältern. Während sich das Heizungswasser beim Beladen sukzessive erwärmt, kühlt sich der Speicherinhalt ab, wenn das angeschlossene Heizungssystem thermische Energie entzieht.

Neben den einfachen Pufferspeichern gibt es auch Kombispeicher für die Forsterheizung. Die besondere Bauform der Wärmespeicher enthält einen zweiten integrierten Tank für Trinkwasser. Auf diese Weise können Hausbesitzer Brauch- und Heizungswasser in einem Zuge platzsparend erhitzen.

Preise und Förderung der Kessel

Die Preise der Kessel hängen sehr stark von der Art, der Leistung und den örtlichen Gegebenheiten ab und liegen je nach Modell zwischen 2.500 und 12.000 Euro.  Hinzu kommen Ausgaben für eventuell benötigtes Zubehör und die fachgerechte Montage der Heizkessel. Wie teuer die Geräte insgesamt sind, verrät das Angebot von einem Experten aus der eigenen Region.

Fördermittel für die Forsterheizung mit Holz und Pellets

Wer sich für eine Forsterheizung mit Holz oder Pellets entscheidet, bekommt dafür hohe Fördermittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei gibt es im Gebäudebestand:

  • mindestens 3.500 Euro (80 €/kW) für einen Pelletkessel mit Pufferspeicher
  • pauschal 2.000 Euro für einen Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher 

Im Neubau gibt es die Fördermittel auch. Hierfür müssen die Kessel jedoch den Brennwerteffekt nutzen oder mit einem speziellen Partikelabscheider ausgestattet sein.

Wichtig: Wer die BAFA-Fördermittel bekommen möchte, muss diese unbedingt vor dem Einbau online über die Webseite des BAFA beantragen. Nach der Installation ist das nicht mehr möglich.

Geht es um einen Heizungstausch, bei dem die Fördermittel des BAFA nicht infrage kommen, können Hausbesitzer die Handwerkerkosten auch von der Steuer absetzen. Was das bringt und wie es funktioniert, erklären wir im Beitrag Lohnkosten absetzen.

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