Funktion vom Kaminofen einfach erklärt

Ein Kaminofen oder Schwedenofen ist ein Heizgerät für Kohle, Holz, Pellets oder Gas. Es steht in der Regel vor dem Schornstein und ist direkt mit diesem verbunden. Die Wärme, die bei der Verbrennung im Inneren des Kaminofens entsteht, geht in Form von Strahlung und Konvektion direkt an den Aufstellraum über. Ist der Ofen mit einer sogenannten Wassertasche ausgestattet, kann er auch die zentrale Warmwasserheizung mit Wärme versorgen. Neben der thermischen Energie versorgt der Ofen das eigene Zuhause auch mit einer besonders romantischen Stimmung. Dafür sorgt eine transparente Tür, die einen freien Blick auf das lodernde Feuer ermöglicht.

Voraussetzungen für einen Kaminofen im Haus

Wer sich für einen Schwedenofen interessiert und einen Kamin nachrüsten möchte, sollte über einen Schornstein mit freiem Zug verfügen. Denn der ist nötig, um die Abgase aus dem Kaminofen sicher nach außen abführen zu können. Ist kein Anschluss an das Abgassystem möglich, bieten Edelstahlschornsteine eine interessante Alternative. Diese führen außen an der Fassade über Dach und lassen sich in vielen Fällen nachrüsten.

Darüber hinaus sollten Hausbesitzer ausreichend Platz für die Lagerung der Brennstoffe haben. Während das bei Pellets oder Gas als Brennstoff weniger ins Gewicht fällt, ist vor allem Scheitholz in größeren Mengen zu bevorraten. Dabei sind klein gespaltene Stücke am besten vor dem Haus zu lagern. Auf diese Weise können sie optimal trocknen, sodass die Verbrennung im Kaminofen effizient und sauber abläuft.

Eigenschaften von Kaminöfen im Überblick

Wer sich für einen Kaminofen interessiert, hat heute eine besonders große Auswahl. Neben verschiedenen Brennstoffen unterscheiden sich einzelne Öfen dabei auch in ihrem Aufbau und ihrer Funktion. Wir erklären, worum es bei den verschiedenen Merkmalen der Heizkamine geht.

Zeitbrand- und Dauerbrandöfen im technischen Vergleich

Sprechen Hersteller von Dauerbrandöfen, geht es in der Regel um Kaminöfen, die vor allem für den Einsatz von Kohle geeignet sind. Denn die Geräte besitzen eine spezielle Mulde, in der die eingelegten Brennstoffe optimale verbrennen. Da die Öfen die angegebene Nennleistung für mindestens vier Stunden halten, heißen sie Dauerbrandöfen. Bei einem Holzfeuer müssen die Geräte ihre Nennleistung übrigens für mindestens 1,5 Stunden abgeben. Etwas irreführend ist hingegen die Tatsache, dass sowohl Zeit- als auch Dauerbrandöfen theoretisch 24 Stunden am Tag im Einsatz sein können. Durch eine andere Konstruktion im Feuerraum müssen Hausbesitzer bei einem Zeitbrandofen allerdings öfter Brennstoff nachlegen.

Offene oder geschlossene Heizkamine: Welche Bauart ist besser?

Wer kennt sie nicht: Offene Kamine mit freier Sicht auf das lodernde Feuer. Ganz ohne schützende Glastür, wie sie in vielen Hollywood-Klassikern zu sehen sind. Im Vergleich zum heute üblichen geschlossenen Kaminofen schneidet die offene Variante allerdings nicht gut ab. Zum einen liegt das am geringen Wirkungsgrad: Offene Kaminöfen geben nur einen kleinen Teil der Wärme des Feuers tatsächlich an den Raum ab. Ein viel größerer verschwindet hingegen einfach über den Schornstein, der darüber hinaus auch noch besonders groß dimensioniert sein muss.

Ein zweiter Punkt ist die Sicherheit: Bei offenen Kaminen können Funken und Abgase in den Aufstellraum gelangen. Während Erstere eine hohe Brandgefahr darstellen, bedrohen die giftigen Gase Gesundheit und Leben. Vor allem bei dichten Gebäude, wie sie heute üblich sind. Ein echtes Killerkriterium: Offene Kamine dürfen an höchsten 8 Tagen im Monat für nicht mehr als 5 Stunden brennen. Denn das fordert der Gesetzgeber zum Schutz vor Geruchs- und Rauchemissionen. Wer sich für einen Kaminofen interessiert, ist dabei mit einem modernen und geschlossenen Ofen auf der sicheren Seite. Diese arbeiten außerdem effizienter und senken die Heizkosten.  

Raumluftabhängige oder raumluftunabhängige Kaminöfen

Ob ein Kamin- oder Schwedenofen raumluftabhängig oder raumluftunabhängig arbeitet, entscheidet sich in aller Regel nach der Quelle der Verbrennungsluft. Kommt diese direkt aus dem Aufstellraum, sprechen Experten von einem raumluftabhängigen Ofen. Ein raumluftunabhängiger Kamin ist hingegen besonders dicht konstruiert und bezieht den für die Verbrennung wichtigen Sauerstoff über ein Rohr von außen. Letzterer ist immer dann zu empfehlen, wenn Hausbesitzer neben dem Kaminofen auch eine Lüftungsanlage oder eine Dunstabzugshaube mit Außenluftanschluss betreiben. Denn diese könnten dazu führen, dass im Raum ein Unterdruck entsteht und Abgase raumluftabhängiger Geräte in den Raum gelangen.

Der wasserführende Kaminofen unterstützt die Zentralheizung

Heizkamine, egal für welchen Brennstoff, können heute mit einem zusätzlichen Wärmeübertrager ausgestattet sein. Dieser nennt sich auch Wassertasche und befindet sich in der Regel im Bereich des Feuerraums. Sind die Bauteile vorhanden, entziehen sie dem Feuer einen Teil seiner Wärme und übertragen diese auf das Heizungswasser. Das transportiert die Energie anschließend in einen Pufferspeicher, über den sie bei Bedarf für die Raumheizung oder die Warmwasserbereitung zum Einsatz kommt.

Die sogenannten wasserführenden Kamine versorgen neben dem Aufstellraum also auch die zentrale Warmwasserheizung und entlasten somit die konventionelle Heizung. Wer den Kaminofen als Zusatzheizung für alte Gas- oder Ölkessel nutzt, kann auf diese Weise bares Geld sparen. Aber auch in Kombination mit modernen Heizgeräten arbeiten wasserführende Kamine effizient und umweltschonend. Wichtig ist jedoch ein Pufferspeicher, der die Heizwärme für eine gewisse Zeit bevorratet und erst bei Bedarf an Haus oder Trinkwasser abgibt.

Kamin, Speckstein- oder Kachelofen – Welche Kaminofen Arten gibt es?

Schwedenofen, Speckstein- oder Kachelofen: Heute gibt es viele Bezeichnungen für Kaminöfen, die Verbrauchern die Auswahl nicht immer einfach machen. Die folgende Tabelle gibt eine kurze Erklärung der wichtigsten Eigenschaften.

HolzvergaserofenDer Holzvergaserofen verbrennt Holzscheite besonders effizient. Möglich ist das durch die Verbindung zweier Brennkammern. Während das Holz in der ersten ausgast, zieht ein Luftstrom das Holzgas in einer zweite Kammer. Hier verbrennt es unter sehr hohen Temperaturen nahezu rückstandslos. Die Öfen arbeiten sehr sauber und nutzen fast die gesamte Energie der eingelegten Holzscheite aus.
Bezeichnung Eigenschaften
Kachelofen Kachelöfen sind handwerklich gesetzte Öfen, die in der Regel aus Ofenkacheln oder Mauerwerk bestehen. Die Verbrennung erfolgt in einem Heizeinsatz, der sich bei Bedarf auch tauschen lässt. Ein Kennzeichen der Kachelöfen ist das hohe Wärmespeichervermögen. So geben die Heizgeräte auch dann noch Wärme ab, wenn das Feuer längst erloschen ist. Heizeinsätze gibt es für Kohle, Öl, Gas, Holz oder Pellets.
Kaminofen (Schwedenofen) Der Schweden- oder Kaminofen ist das Gegenstück zum Kachelofen. Er besteht oft aus Stahlblech und lässt sich frei im Raum aufstellen. Kaminöfen geben Wärme in Form von Strahlung an den Aufenthaltsraum ab. Je nach Bauart können sie aber auch einen höheren Konvektionsanteil haben. In diesem Fall sorgen sie für warme Luft, die das Haus aufheizt. Kaminöfen gibt es für Kohle, Holz, Pellets oder Gas.
Holzvergaserofen Der Holzvergaserofen verbrennt Holzscheite besonders effizient. Möglich ist das durch die Verbindung zweier Brennkammern. Während das eingelegte Holz in der ersten ausgast, strömen die Holzgase durch einen Luftzug in die zweite Kammer. Hier verbrennen sie bei sehr hohen Temperaturen fast rückstandslos. Der Holzvergaserofen arbeitet besonders sauber und wandelt fast die gesamte Energie der Brennstoffe in Heizwärme um. Eine Wassertasche überträgt 70 bis 80 Prozent davon auf das Heizungswasser.
Grundofen Ein Grundofen oder Grund-Kachelofen kann die Wärme des Feuers für bis zu 20 Stunden halten. Dazu besteht er aus einem massiven Speicherblock, an dem Brenngase vorbeiströmen. Durch die hohe Masse dauerte es jedoch etwas, bis der Ofen seine volle Heizwirkung entfaltet. Grundöfen lassen sich mit Kohle oder Holz befeuern.
Warmluft- und Kombikachelofen Ein Warmluft- oder Kombikachelofen entfaltet seine Heizwirkung im Vergleich zum Grundofen deutlich schneller. Möglich ist das durch einen speziellen Aufbau, der Raumluft ansaugt, erwärmt und wieder an den Raum gibt. Zum Einsatz kommen auch hier Kohlebriketts, Holzscheite oder Pellets.
Specksteinofen Ein Specksteinkaminofen ist ein Grundofen, der Speckstein als Wärmespeicher nutzt. Das Material ist weich, leicht zu bearbeiten und ganz unterschiedlich eingefärbt. Wer sich für einen Specksteinofen entscheidet, bekommt damit ein echtes Ofen-Unikat, das sich mit verschiedensten Brennstoffen befeuern lässt.
Sturzbrandöfen Ein Sturzbrandofen besteht aus zwei Brennkammern, die die Abläufe der Verbrennung räumlich trennen. Während die Holzscheite in der oberen Kammer ausgasen, verbrennt das Holzgas in einer zweiten Kammer bei besonders hohen Temperaturen. Das ist effizient und sauber. Denn es entstehen nahezu keine Rückstände. Befeuern lässt sich ein Sturzbrandofen mit Holzscheiten.
Holzherd und Zentralheizungsherd Ein Holzherd verbindet Küchenofen und Kaminofen in einem Gerät. Denn er leitet die Wärme des Holzfeuers nicht nur an den Raum, sondern auch an Backofen und Herdplatten. Ist der Heizherd mit einem Wärmeübertrager ausgestattet, kann er auch die Zentralheizung unterstützen. In diesem Fall sprechen Experten von einem Zentralheizungsherd.
Holz-, Pellet- und Kombiöfen Holz-, Pellet- und Kombiöfen sind drei Arten eines Kaminofens, die sich durch ihren Aufbau und die einsetzbaren Brennstoffe unterscheiden. Während Holzkaminöfen manuell zu beschicken sind, bevorratet ein Pelletofen Brennstoffe für eine längere Zeit. Er transportiert diese automatisch zum Brennraum und kann das Feuer je nach Bedarf starten und stoppen. Kombiöfen sind Heizgeräte, die sich sowohl mit Pellets als auch mit Scheiten beschicken lassen.
Ethanol-Kamin Ein Ethanol-Kamin ist ein Designkamin, der vor allem für eine romantische Stimmung sorgt. Er besteht aus einem Brennraum, indem flüssiges Ethanol verbrennt. Die Geräte lassen sich ohne Schornstein auf dem Tisch aufstellen, oder wie einen Kaminofen in der Wand einbauen. Sie geben nahezu keine Heizwärme ab und sind mit besonderer Vorsicht zu betreiben.

Verschiedene Brennstoffe für moderne Kaminöfen

Kachelöfen und Heizkamine lassen sich heute mit verschiedenen Brennstoffen beschicken. Neben Scheiten aus Holz kommen dabei auch Kohlebriketts, Pellets, Gas und Öl zum Einsatz. Während Gas, Heizöl und Kohle als fossile Brennstoffe dem Klima schaden, gelten Holz und Pellets als nachwachsend. Außerdem verbrennen sie CO2-neutral. Das heißt, sie geben im Kaminofen nur so viel Kohlenstoffdioxid frei, wie die Bäume im Wachstum in Sauerstoff umgewandelt haben.

Im Vergleich von Scheitholz und Pellets punktet das gespaltene Holz vor allem durch seine Eigenschaften bei der Verbrennung. So sorgt das enthaltende Harz für romantisches Knistern und den typischen Duft. Die gepressten Holzstäbchen (Pellets) beinhalten hingegen mehr Energie und lassen sich einfacher bevorraten. Darüber hinaus ermöglichen sie einen komfortablen automatischen Betrieb. So sind viele Pellet-Kaminöfen mit einer Zeitsteuerung ausgestattet. Die Heizung startet dabei von selbst und sorgt nach langen Arbeitstagen für einen besonders wohligen Empfang.

Kaminofen kaufen: Das Wichtigste für Auswahl und Aufstellung

Möchten Hausbesitzer einen neuen Kaminofen kaufen, stehen sie einer großen Auswahl von Bauarten und Geräten gegenüber. Wer hier den passenden für das eigene Haus finden möchte, sollte sich von einem Experten aus der eigenen Region beraten lassen. Darüber hinaus sind vor der Anschaffung einige Dinge zu beachten. Diese beziehen sich auf die Leistung, die Energieeffizienz und die Aufstellung der Kaminöfen.

Energieeffizienzlabel für Kaminöfen

Seit dem Jahr 2018 müssen neue Heizkamine mit einem Energieeffizienzlabel versehen sein. Dieses zeigt die Effizienz in einer Skala von A++ bis G und klärt über die Leistung der Heizgeräte auf. Das Energieeffizienzlabel für Kamine soll damit in erster Linie einen einfachen Vergleich verschiedener Geräte ermöglichen. Die Beratung durch einen Fachexperten kann es jedoch nicht ersetzen.

Die passende Leistung der Öfen finden

Heizkamine geben viel Wärme an Haus und Heizung ab. Wie viel, verrät die Leistungsangabe der Geräte. Diese sollte unbedingt zum Wärmebedarf des Gebäudes passen. Während die Räume bei zu klein ausgelegten Öfen unter Umständen nicht richtig warm werden, könnten sie bei leistungsstarken Geräten überhitzen. Einen ersten Anhaltspunkt gibt die folgende Tabelle:

Baujahr vor 1970 1970 bis 1980 1980 bis 1990 1990 bis 2000 nach 2000
Heizlast 170 bis 150 W/m² 150 bis 100 W/m² 100 bis 75 W/m² 75 bis 50 W/m² 50 bis 15 W/m²
Pro 10 m² 1,7 bis 1,5 kW 1,5 bis 1 kW 1 bis 0,75 kW 0,75 bis 0,5 kW 0,5 bis 0,15 kW

Wurde das Haus zwischenzeitlich saniert, kann die Leistung auch geringer ausfallen. Sicherheit bringt hier nur die Beratung durch einen Experten vor Ort. Dieser kann das Gebäude untersuchen und die passende Leistung schnell herausfinden.

Einen neuen Ofen sicher im Haus aufstellen

Damit der neue Kaminofen sicher und zuverlässig funktioniert, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Besonders wichtig ist dabei, dass der Ofen stabil steht. Außerdem sind ausreichend große Abstände zu brennbaren Materialien einzuhalten. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten Maße:

  • Bodenbeläge aus brennbaren Materialien sind 50 cm nach vor und je 30 cm zu beiden Seiten mit nicht brennbaren Materialien vor Funken und Glut zu schützen. Zum Einsatz kommen unter anderem Platten aus Glas, Metall oder Keramik.
  • Zur Aufstellwand ist ein Mindestabstand von 20 cm einzuhalten. Besteht die Wand aus brennbaren Materialien, sind diese mit Hitzeschilden zu schützen.
  • Brennbare Materialien müssen sich mindestens 80 cm von der Feuerraumtür entfernt befinden.
  • Zu nicht brennbaren Decken ist ein Abstand von 20 cm einzuhalten. Ist die Decke Brennbar, wächst dieser auf 45 cm an.
  • Nach der Aufstellung muss ein Schornsteinfeger den Kaminofen abnehmen. Wer sein Projekt schon zu Beginn mit diesem bespricht, geht bösen Überraschungen dabei von vornherein aus dem Weg und sorgt so für einen reibungslosen Bauablauf. 

Die wichtigsten Hersteller von Kaminöfen in Deutschland

Die Liste der Kaminofen Hersteller ist lang und für nahezu jede Art von Ofen gibt es einen Spezialanbieter. Zu nennen sind vor allem:
  • Wamsler GmbH
  • Olsberg GmbH 
  • Spartherm Feuerungstechnik GmbH
  • CERA DESIGN by Britta von Tasch GmbH
  • ORANIER Heiztechnik GmbH
  • Faber / Glen Dimplex Benelux BV
  • Buderus / Bosch Thermotechnik GmbH
  • Königshütte / Olsberg GmbH
  • Justus GmbH
Bei der Auswahl der Heizgeräte sollten Hausbesitzer vor allem auf die technischen Werte sowie Empfehlungen im Internet schauen. Nicht alle Heizgeräte sind für den gewünschten Einsatzzweck geeignet, nur weil sie von einer bekannten Marke sind.

Kosten und Fördermittel für die Heizgeräte im Überblick

Die Kosten für moderne Kaminöfen können heute sehr unterschiedlich ausfallen. Auswirkung zeigen dabei neben Ausstattung und Leistung auch Design und Marke. Während handgefertigte Kachelofen mehr als 10.000 Euro kosten können, gibt es einfache Grundöfen bereits ab 5.000 Euro. Pelletöfen schlagen hingegen mit 2.000 bis 4.000 Euro zu Buche. Genügt ein einfacher Schwedenofen, fallen Kosten von etwa 500 bis 2.000 Euro an. Eine zuverlässige Aussage bringt auch hier nur die Beratung durch einen Experten.

BAFA-Fördermittel für wasserführende Pelletöfen

Wer sich für einen Pellet-Kaminofen mit Wassertasche entscheidet, hat Glück: Denn über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert der Staat die Technik mit mindestens 2.000 Euro. Und das im Neubau und bei der Sanierung. Wichtig ist jedoch, dass:

  • das Heizgerät die Anforderungen des BAFA einhält
  • im Neubau auch ein Partikelabscheider installiert ist
  • die Fördermittel vor dem Baubeginn beantragt werden

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren über die Webseite des BAFA.

1.000 effiziente Kaminöfen für Rheinland-Pfalz

Während das BAFA nur wasserführende Pelletöfen fördert, unterstützt das Bundesland Rheinland-Pfalz Hausbesitzer, die alte Kaminöfen durch neue tauschen. Infrage kommen dabei auch Heizgeräte für Scheitholz und solche, die die Heizung nicht unterstützen. Sofern alte Anlagen zwischen dem 01.01.1985 und dem 01.01.1995 eingebaut wurden, gibt es dabei einen Zuschuss in Höhe von:

  • 300 Euro für nicht wassergeführte Öfen mit einem Wirkungsgrad von mind. 82 Prozent (Pelletöfen ausgeschlossen)
  • 500 Euro für nicht wassergeführte Öfen mit einem Wirkungsgrad von mind. 85 Prozent (Pelletöfen ausgeschlossen)
  • 300 Euro für nicht wassergeführte Öfen für Holzpellets mit einem Wirkungsgrad von mind. 92 Prozent
  • 800 Euro für wassergeführte Öfen mit einem Wirkungsgrad von mind. 85 Prozent (Pelletöfen ausgeschlossen)

Die Mittel sind vor dem Beginn der Sanierung über das Ministerium für Umwelt, Energie, 
Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz zu stellen. Zum 30.09.2018 soll das Förderprogramm dann auslaufen.

2 Kommentare

Christian Schindler 08.05.2018, 07:22

Hallo und vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel.

Ich habe zwei Fragen. Meine Frau möchte gerne einen Bioethanol Kamin, da dieser optisch sehr ansprechend ist und vergleichsweise günstig. Zudem haben wir auch keinen Anschluss für einen Kamin oder Ofen. Allerdings wurde hier nun gesagt, dass er kaum Wärme abgibt. In einem anderen Artikel habe ich nun gesehen, dass dieser doch durchschnittlich 2-4 kW Wärme abgibt. Ist das viel oder reicht das nicht aus? Das Wohnzimmer ist etwa 15qm groß und wir wohnen in einem Altbau.

Beste Grüße

eccuro Redaktion 16.05.2018, 21:32

Hallo Herr Schindler, 

erst einmal vielen Dank für das Feedback! Wie viel Wärme ein Ethanol-Kamin abgibgt, hängt generell vom Gerät und dessen Verbrauch ab. Verbrennt der Kamin zum Beispiel 0,25 Liter Ethanol in der Stunde entspricht das einer Leistung von rund 1,4 kW. Das wird im Winter nicht ausreichen, um Wohnräume in einem Altbau immer auf angenehme Temperaturen zu bringen. Zumal Sie mit der Kamin-Alternative auch ausreichend Lüften sollten, um die Schadstoffe nach außen abzuführen. Das steigert wiederum die Heizlast und verringert die "Heizwirkung". 

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