Attraktive Zuschüsse von 35 bis 45 Prozent vom BAFA 

Ganz gleich, ob die Solaranlage der Warmwasserbereitung oder der kombinierten Heizungsunterstützung dient: Erfüllt sie die technischen Anforderungen, unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Anschaffung der Systeme. Über die Förderung der Solarthermie gibt es seit 2020 Zuschüsse in Höhe von mindestens 30 Prozent. Wer eine neue Gasheizung mit Solar einbaut, bekommt ebenfalls 30 Prozent, dann allerdings für das Gesamtpaket. Ersetzt die neue Gas-Hybridheizung eine bestehende Ölheizung, sind sogar Zuschüsse von 40 Prozent möglich. Ähnlich verhält es sich auch, wenn die Solarthermie eine Umweltheizung wie die Wärmepumpe ergänzt. Während es für sogenannte EE-Hybridheizungen 35 Prozent Zuschuss gibt, steigt die BAFA-Förderung der Solarthermie 2020 auf 45 Prozent, wenn die EE-Hybridanlage eine alte Ölheizung ersetzt. Die folgende Tabelle zeigt die möglichen Zuschusshöhen im Überblick.

Anlagenkombination Solarthermie-Förderung ab 2020
Nachrüsten oder Erweitern einer Solarthermieanlage für Heizung und/oder Warmwasser 30 Prozent Zuschuss
Einbau einer Gas-Solar-Hybridheizung im Bestand 30 Prozent Zuschuss (auch für die Gasbrennwertheizung und Umfeldmaßnahmen)
Austausch einer Ölheizung durch eine Gas-Solar-Hybridheizung 40 Prozent Zuschuss (für die Gesamtanlage einschließlich Umfeldmaßnahmen)
Einbau einer Hybridheizung aus erneuerbaren Energiesystemen (EE-Hybridheizung) im Neubau oder im Bestand 35 Prozent Zuschuss (für die Gesamtanlage einschließlich Umfeldmaßnahmen)
Austausch einer Ölheizung durch eine Hybridheizung aus erneuerbaren Energiesystemen (EE-Hybridheizung) 45 Prozent Zuschuss (für die Gesamtanlage einschließlich Umfeldmaßnahmen)

Insgesamt gibt es also Zuschüsse in Höhe von 30 bis 45 Prozent über die BAFA-Förderung der Solarthermie ab 2020.

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Voraussetzungen für die Förderung der Solarthermie

Möchten Bauherren oder Sanierer von den attraktiven Zuschüssen profitieren, sind eine Reihe technischer Anforderungen zu erfüllen. Grundsätzlich müssen die neuen Kollektoren dabei das Solar Keymark Kennzeichen tragen. Es symbolisiert eine hohe Qualität und stellt sicher, dass die Anlagen einen großen Teil der Solarenergie in Heizwärme umwandeln. Die übrigen Anforderungen hängen vom geplanten Einsatz der Solarthermie ab.

BAFA-Förderung der Solarthermie zur Warmwasserbereitung

Geht es um die Installation einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung sind die Voraussetzungen am einfachsten zu erfüllen. Fördermittel gibt es hier in bestehenden Gebäuden, sofern die neue Anlage folgende Anforderungen erfüllt:

  • mindestens 3 m² Kollektorfläche
  • mindestens 200 Liter Wärmespeichervolumen

Voraussetzungen für Solaranlagen zur Heizungsunterstützung

Sollen die Solarkollektoren auch Wärme für die Raumheizung bereitstellen, sind höhere Anforderungen zu erfüllen. Die hohe Solarthermie-Förderung gibt es dabei im Gebäudebestand nur für Anlagen, die folgende Anforderungen erfüllen:

Art der Kollektoren Kollektorfläche Pufferspeicher-Volumen
Flachkollektoren mindestens 9 m² 40 Liter/m² Kollektorfläche
Vakuumröhrenkollektoren mindestens 7 m² 50 Liter/m² Kollektorfläche

Anforderungen an thermische Solaranlagen für den Neubau

Die hohe BAFA-Förderung für Solarthermie-Anlagen gibt es 2020 auch im Neubau. Um die Mittel zu erhalten, sind allerdings deutlich höhere Anforderungen zu erfüllen. So muss die Kollektorfläche mindestens 20 m² betragen. Die Pufferspeicher müssen darüber hinaus ein Volumen von 40 Liter/m² bei Flachkollektoren oder 50 Liter/m² bei Vakuumkollektoren aufweisen. Weiterhin gibt es die Förderung nur für Gebäude, die eines der folgenden Kriterien erfüllen.

  • Wohngebäude mit mindestens 3 Wohneinheiten,
  • Nichtwohngebäude mit mindestens 500 m² beheizter Fläche
  • Solarhaus, dessen Wärmebedarf die Solarthermie zu mindestens 50 % deckt

Die Übersicht zeigt, dass es die Neubau-Förderung der Solarthermie bei Ein- und Zweifamilienhäusern nur für Solarhäuser gibt.

Voraussetzungen für die BAFA-Förderung der Solar-Hybridheizung

Die höchste Förderrate gibt es bei einer Sanierung, wenn die Solarthermieanlage eine Gas- oder Umweltheizung ersetzt. Damit das BAFA die Mittel gewährt, muss die Solaranlage dabei aber mindestens 25 Prozent der Gebäudeheizlast abdecken können. Als Bemessungswert gibt das BAFA dabei einen Pauschalbetrag von 635 W/m² vor. Hat ein Gebäude eine Heizlast von 15 kW, muss die Solaranlage daher eine Kollektorfläche von rund 6 m² aufweisen (Rechenweg: (15 kW * 0,25) / 0,635 kW/m²).

Wichtig ist außerdem, dass die bestehende Heizung mindestens zwei Jahre alt ist. Außerdem darf sie noch nicht von der Austauschpflicht der Energieeinsparverordnung betroffen sein.

Förderung der Solarthermie 2020 richtig beantragen

Die Beantragung der Solarthermie-Förderung muss vor der Auftragsvergabe an einen Handwerker erfolgen. Möglich ist das ganz einfach online über die Webseite des BAFA. Wer sich hier nicht rechtzeitig registriert läuft Gefahr, das Anrecht auf die sehr hohen Zuschüsse zu verlieren.

Unser Tipp: Wie hoch die Förderung tatsächlich ausfällt, hängt von der Förderrate und der Höhe des Handwerkerangebotes ab. Da sich der Zuschussbetrag später nicht mehr nach oben korrigieren lässt, sollten Handwerker das Angebot möglichst detailliert erstellen.

Alternative: Der neue Steuerbonus für die Sanierung

Wer im selbst genutzten Haus lebt und den Antragszeitpunkt verpasst hat, geht meist nicht leer aus. Denn in diesem Fall können Hausbesitzer den neuen Steuerbonus für die Sanierung nutzen. Auf diese Weise haben sie die Möglichkeit, 20 Prozent der Sanierungskosten (maximal 40.000 Euro) über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer abzusetzen. Anrechnen lassen sich dabei aber nicht nur Ausgaben für die Heizung. Auch Sanierungsarbeiten am Haus sind über das Programm förderfähig. So gibt es die steuerliche Förderung ebenfalls für die Fassadendämmung, die Dachdämmung oder den Fenstertausch. Beantragen lässt sich der Förderbonus nach Abschluss der Sanierungsarbeiten über die jährliche Einkommensteuererklärung. Voraussetzung ist, dass das Haus zum Zeitpunkt der Sanierung mindestens 10 Jahre alt ist.

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