Ab 2021 sind alle Neubauten dazu verpflichtet, als Niedrigstenergiegebäude errichtet zu werden. Das heißt, dass alle Neubauten so viel Energie produzieren müssen, wie sie verbrauchen. Für öffentliche Gebäude gilt das Gesetz bereits ab 2019. Für Eigentümer die Heizenergie Sparen und neue Baustandarten erreichen wollen, ist der Fenstertausch bei einer energetischen Sanierung oder als Einzelmaßnahme unabdingbar.

Auf diese Merkmale sollten Sie beim Fenstertausch achten:

  • Langlebigkeit - Gute Fenster können mehr als fünfzig Jahre lang halten, in Durchschnitt bleiben Sie 40 Jahren im Einsatz. Auf dem Markt finden Sie Produkte mit 3, 5,10 oder 15 Jahre Garantie.

 

  • Wärmedämmung - der Wärmedurchgangskoeffizient bzw. U-Wert gibt den Wärmeverlust über eine Fläche bei einem Temperaturunterschied von einem °C an und wird in W/m²K angegeben.Je niedriger der U-Wert ist, desto kleiner der Energieverlust durch das Fenster. Die neuen Fenster verfügen über eine Dreifachverglasung und dürfen nach der EnEV ein U-Wert haben, der den Wert 1,3 W/m²·K nicht überschreitet. Moderne Fenster erreichen bereits einem U-wert von 0,7.

 

  • Schutz gegen Sonnenstrahlung - wenn Ihre südlich ausgerichteten Räume unter zu viel Hitze im Sommer leiden, könnte ein Sonnenschutzfenster die richtige Lösung sein. Dabei müssen Sie sich im Klaren sein, das die Sonne im Winter das Haus schlechter erwärmen kann, da weniger Sonnenlicht durch sie hindurch fällt. Der G-Wert Koeffizient wird üblicherweise in Europa verwendet, um die Solarenergiedurchlässigkeit des Glases zu messen. Er wird auch Solar-Factor genannt. Dieser Wert liegt zwischen 0 und 1. Bei einem g-Wert von 0.5 gelangt z.B 50% der Sonnenstrahlung durch das Fenster in den Raum. Ein flexibler Weg direkte Sonne im Sommer zu vermeiden, sind außen angebrachte Rollläden oder Jalousie.

 

  • Lüftung - Luftaustausch ist ein wichtiger Teil des Lebens in jedem Gebäude. Doch mit neuen Fenstern wird Fensterlüften im Winter nicht mehr empfohlen. Die hohe Luftdichtheit von modernen Fenstern schafft eine effektive Wärmedämmung. Daher wird meist in Neubauten ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung eingebaut, um unnötigen Energieverlust im Winter zu vermeiden. Andere Möglichkeiten bieten Fenster mit einem integrierten Falzlüfter oder Schachtlüfter.

 

  • Schallschutz - Wenn Sie von Außenlärm belastet sind, kommen häufig Schallschutzfenster zum Einsatz. Dabei lässt sich der Lärm durchFenster mit einem asymmetrischen Scheibenaufbau um bis zu 50 Dezibel reduzieren.
  • Einbruchsicherheit - Fenster im Erdgeschoss sollen möglicherweise einbruchsicher sein. Als Sicherheitstechnik werden Pilzkopfzapfen, Fenstergriffe mit Drehhemmung und sogar Verbundsicherheitsglas empfohlen. Die Montage von Außenrollladen schafft ein zusätzliches Hindernis für Einbrecher. Es wird von der deutschen Polizei eine Fensterwiderstandsstärke von RC 2 für den privaten Wohnungsbau empfohlen.
  • Zugang für alle Bewohner - Die Möglichkeiten ein Fenster zu öffnen, oder zu schließen sollte jedem möglich sein. Wenn Senioren, Kinder oder Menschen mit körperlicher Behinderung in dem Haus leben, sollen diese problemlos den Fenstergriff erreichen, oder die Fenster und Rollladen mittels eines Steuerungssystems bedienen können. Neue Fenstermodelle. sind von einem zentralen Modul automatisch steuerbar.

Der Austausch alter Fenster lässt sich bereits nach 10 bis 15 Jahren amortisieren, weil dadurch Heizkosten gespart werden. Diese Zeit wird noch kürzer, wenn die staatliche Förderung berücksichtigt wird. Fensteraustausch wird sowohl in Rahmen einer energetischen Sanierung als auch als Einzelmaßnahme von Staat gefördert.  Die BAFA und der KfW  sowie regionale Programme fördern bis zu 25% der Baukosten bei dem Austausch alter Fenster gegen energiedichte Bauteile. Die passende Lösung für Ihr Haus finden Sie anhand einer Energieberatung durch Energieexperten in Ihrer Nähe. Diese finden Sie über das Branchenbuch.

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