Hohe Anforderungen an neue Fenster

Moderne Fenster und Dachfenster erfüllen viele Aufgaben. So lassen sie mit ausgeklügelten Rahmenkonstruktionen und neuartigen Verglasungen nur wenig Wärme nach draußen. Das hält die eigenen vier Wände warm, schützt vor Zugerscheinungen und senkt die Heizkosten. Im Sommer sperren spezielle Beschichtungen die energiereiche Strahlung der Sonne dagegen aus. Sie wirken dabei dem starken Aufheizen des Hauses entgegen und schaffen ein behagliches Raumklima.

Aber auch vor Einbrechern bieten neue Fenster einen hohen Schutz. Möglich ist das durch besondere Sicherheits- oder Alarmgläser. Diese sind stabiler als andere und reagieren von selbst auf Beschädigungen. Geht es um die kalte Luft von außen, schützen moderne Fensterelemente mit dichten Bauweisen. Sie sorgen bedarfsgerecht für frische Luft und schützen mit versteckten Durchlässen vor Feuchteschäden und unnötigen Energieverlusten.

Sind neue Fenster intelligent, können sie sich von selbst auf die verschiedensten Situationen einstellen. Dabei reagieren sie unterschiedliche auf die Strahlung der Sonne und öffnen automatisch, wenn die Luft im Haus schlecht ist.

Die Anforderungen an neue Fenster im Überblick:

  • wirksamer Schutz vor Wärme und Kälte
  • Sicherheit vor Einbruch und Zerstörung
  • Frische Luft zum Schutz vor Feuchteschäden 

Neue Fenster und ihre Materialien

Neben den technischen Anforderungen sollten die transparenten Bauteile auch zu Ihnen und Ihrem Haus passen. Entscheidend sind dabei vor allem die Materialien der Rahmen, bei denen Sie zwischen Holz, Kunststoff, Aluminium und Stahl wählen können.

Kunststofffenster sind dabei vergleichsweise günstig. Sie benötigen kaum Pflege und erreichen einen hohen Wärmeschutz. Durch einen Stahlkern im Rahmen machen sie darüber hinaus auch Einbrechern den Zutritt schwer. Zu den Nachteilen zählen hingegen der geringere Schallschutz und die plastische, künstliche Optik.

Suchen Sie nach natürlichen Materialien, bieten Holzfenster eine interessante Alternative. Diese wirken besonders hochwertig und schützen durch ihre massive Bauweise gut vor Lärm und Wärmeverlusten. Im Gegensatz zu neuen Fenstern aus Kunststoff sind Holzelemente jedoch regelmäßig zu pflegen.

Neue Fenster aus Aluminium oder Stahl gelten hingegen als besonders stabil und wartungsarm. Sie kommen auch bei großen Formaten mit schlanken Rahmenkonstruktionen zurecht und setzen Einbrechern einiges entgegen. Geht es um den Schutz vor Wärmeverlusten und Lärm, erreichen Aluminium- und Stahlfenster in der Regel gute Werte.

Achtung: Feuchteschutz beim Fenstertausch

Möchten Sie die alten Fenster in Ihrem Haus durch neue ersetzen, ist einiges zu beachten. So sollten neue Fenster in der Regel einen schlechteren U-Wert als die umliegenden Wandflächen haben. Auf diese Weise kondensiert die Feuchte aus der Raumluft sichtbar an den transparenten Bauteilen. Während sich diese einfach trocknen lassen, könnten nasse Wände über kurz oder lang zu Schimmel oder anderen Feuchteschäden führen.

Bei dem Tausch von mehr als einem Drittel aller Fenster in einem Haus, müssen Sie darüber hinaus auch ein Lüftungskonzept erstellen lassen. Dabei prüft ein Fachmann, ob auch mit den dichteren Elementen ausreichend Luft durch das Haus strömt, um anfallende Feuchtelasten auszugleichen. Ist das nicht der Fall, kann die Raumluftfeuchte stark ansteigen und Schäden wie Schimmel hervorrufen. Freie oder maschinelle Lüftungssysteme sorgen dann für Abhilfe.

Typische Kosten für neue Fenster

Die Kosten für einen Fenstertausch können generell sehr unterschiedlich ausfallen. Entscheidend dafür sind vor allem die Bauformen, Größen und Materialien neuer Fenster. Während Kunststofffenster mit rund 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig sind, erreichen Aluminium- und Stahlfenster mit 500 bis 600 Euro pro Quadratmeter die höchsten Preise. Im Mittelfeld stehen Holz- und Holz-Alu-Fenster mit etwa 300 bis 500 Euro pro Quadratmeter.

Beachten sollten Sie, dass sich die Kosten für einen Fenstertausch neben den Material- auch aus den Handwerkskosten zusammensetzen. Hier sollten Sie für jedes Fenster noch einmal 100 bis 250 Euro für Demontage, Entsorgung und Montage einplanen.

Fördermittel unterstützen beim Fensterkauf

Da neue Fenster auch den Energieverbrauch eines Hauses senken, kommen sie auch der Umwelt zugute. Aus diesem Grunde fördert der Staat den Fenstertausch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Hausbesitzer können sich dabei zwischen zinsgünstigen Darlehen mit Tilgungszuschuss oder einmaligen Zuschüssen entscheiden.

Die Konditionen im Überblick:
  • Darlehen mit Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent über das Programm 152
  • einmalige Zuschüsse in Höhe von 10 Prozent über das Programm 430
Damit Sie von den Fördermitteln für neue Fenster profitieren, müssen Sie Anträge zusammen mit einem Energieberater vor dem Vorhabensbeginn stellen. Im Beitrag „Energetische Sanierung: Hier gibt es Fördergelder für Ihr Projekt“ erklären wir, wie das funktioniert.

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